Während Cloud, KI und digitale Transformation in Vorstandsetagen allerorten diskutiert werden, fehlt es vielen Unternehmen noch an der konkreten Umsetzung. Genau hier setzt Slalom an. Denis Gassmann, President DACH, erklärt, wie das internationale Beratungsunternehmen mit tiefem AWS-Know-how und einem menschenzentrierten Ansatz den deutschen Mittelstand fit für die KI-Ära macht.

Cloud, Künstliche Intelligenz und digitale Transformation gehören inzwischen zu den meistgenannten Schlagworten der Wirtschaft. Doch zwischen Strategiepapieren und tatsächlicher Umsetzung klafft in vielen Unternehmen noch eine deutliche Lücke. Genau dort sieht das internationale Beratungsunternehmen Slalom seine Rolle. Denis Gassmann, President DACH bei Slalom, beschreibt das Unternehmen als Brückenbauer zwischen technologischer Vision und operativer Realität – mit einem Fokus auf AWS, komplexe Modernisierungsprojekte und den umfassenden Einsatz von KI.

Als Slalom vor 25 Jahren in Seattle gegründet wurde, steckte Cloud Computing noch in den Kinderschuhen. Heute zählt das Unternehmen zu den bekanntesten Beratungs- und Implementierungspartnern von Amazon Web Services (AWS). Die Verbindung zu AWS reicht dabei fast bis in die Anfangstage des Cloud-Anbieters zurück. „Wir sind seit 16 Jahren AWS-Partner“, sagt Denis Gassmann. In dieser Zeit sei eine enge Zusammenarbeit entstanden, die inzwischen weltweit wirkt.

Dass Slalom mehrfach als „AWS Partner of the Year“ ausgezeichnet wurde – sowohl in den USA als auch global – unterstreicht die Bedeutung dieser Partnerschaft. Für Gassmann ist das allerdings weniger eine Trophäensammlung als vielmehr ein Signal an den Markt. Unternehmen wollten heute nicht nur Technologie einkaufen, sondern vor allem Orientierung und Umsetzungssicherheit. Genau dort positioniere sich Slalom.

International ist das Beratungshaus längst etabliert – mit 53 Büros in 12 Ländern. In Deutschland ist Slalom dagegen noch vergleichsweise jung. Seit 2022 ist die Firma offiziell im deutschen Markt aktiv. Dennoch ist das Wachstum bemerkenswert schnell verlaufen. Inzwischen beschäftigt Slalom rund 200 Mitarbeiter in Deutschland, parallel läuft der Aufbau der Schweizer Präsenz. Die Ambitionen sind deutlich größer: In den kommenden Jahren soll die Zahl der Beschäftigten in der gesamten DACH-Region auf rund 500 steigen.

Der Zeitpunkt dafür scheint günstig. Viele deutsche Unternehmen stehen weiterhin am Anfang ihrer Cloud-Transformation. Während in den USA oder in Teilen Asiens zahlreiche Konzerne ihre IT-Landschaften bereits konsequent modernisiert haben, herrscht in Deutschland vielerorts noch Zurückhaltung. Gerade bei komplexen Migrationen seien viele Firmen vorsichtig, sagt Gassmann. Sicherheitsbedenken, regulatorische Fragen und historisch gewachsene IT-Strukturen bremsten Projekte häufig aus.

Genau in diesem Umfeld sieht Slalom seine Stärke. Das Unternehmen konzentriert sich vor allem auf anspruchsvolle Migrations- und Modernisierungsvorhaben auf Basis des AWS-Stacks. Dabei geht es nicht nur darum, bestehende Systeme in die Cloud zu verschieben. Vielmehr sollen Unternehmen ihre Prozesse grundlegend neu denken, Daten besser nutzbar machen und KI-Anwendungen sinnvoll integrieren. Das Ziel der Modernisierung: Innovationskraft und vor allem -geschwindigkeit steigern, um international wettbewerbsfähig zu sein.

„Business Transformation“ lautet dafür das Schlagwort. Gemeint ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Technologie nicht isoliert betrachtet, sondern eng mit Geschäftsprozessen verbindet. Slaloms Ansatz: Menschenzentrierte Business Transformation. Neben klassischer Beratung setzt Slalom daher stark auf Themen wie AI Adoption und Daten-Strategien.

Besonders gefragt seien derzeit Projekte, bei denen Unternehmen konkrete KI-Anwendungen in bestehende Abläufe integrieren wollen. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit der GTÜ. Dort unterstützt Slalom bei KI-gestützten Fahrzeuginspektionen. Auch der Schweizer Chemiekonzern Clariant hat mit Slalom an einer generativen KI-Plattform für Produktivität und Vertriebsunterstützung zusammengearbeitet.

Die Bandbreite der Kunden zeigt zugleich, worauf sich das Unternehmen konzentriert: internationale Großkunden und größere Mittelständler mit globalem Geschäft. Zu den Referenzen zählt unter anderem Ströer. Auch Scheidt & Bachmann wird von Slalom begleitet – ein Unternehmen, das konservative Geschäftsfelder mit Hilfe von Daten und KI sukzessive transformiert.

Für viele dieser Unternehmen sei internationale Präsenz inzwischen entscheidend, erklärt Gassmann. Gerade deutsche Firmen suchten Partner, die sowohl globale Erfahrung als auch lokale Marktkenntnis mitbringen. „Wir füllen dort eine Lücke“, sagt er. Gemeint ist die Kombination aus internationaler Reichweite, technischer Spezialisierung und lokaler Beratungskompetenz.

Interessant ist dabei auch die Entwicklung des deutschen KI-Markts. Während generative KI seit dem Durchbruch von ChatGPT in nahezu jeder Vorstandsetage diskutiert wird, befindet sich die praktische Umsetzung vielerorts noch in einer frühen Phase. Unternehmen hätten Schwierigkeiten, KI mit ihrer bestehenden IT-Landschaft zu skalieren. Einer der Gründe dafür, dass viele zwar mit Pilotprojekten experimentieren, doch der breite Rollout oft ausbleibt.

Gassmann beobachtet dennoch einen deutlichen Wandel. Die Gesprächsbereitschaft sei hoch, die Resonanz im Markt „super“. Viele Unternehmen hätten inzwischen erkannt, dass KI nicht nur ein Zukunftsthema sei, sondern bereits heute Effizienzpotenziale erschließe. Entscheidend werde nun sein, aus einzelnen Experimenten belastbare Geschäftsmodelle und produktive Anwendungen zu entwickeln.

Dass AWS dabei eine zentrale Rolle spielt, überrascht kaum. Amazon ist nicht nur Technologiepartner von Slalom, sondern gleichzeitig auch einer der größten Kunden des Beratungshauses. Diese enge Verbindung eröffnet direkten Zugang zu neuen Technologien und Entwicklungen innerhalb des AWS-Ökosystems.

Gleichzeitig verändert sich auch die Partnerlandschaft selbst. Bislang wurden viele wichtige Auszeichnungen global vergeben. Inzwischen verlagert AWS Teile seiner Partnerprogramme stärker in die Regionen, etwa rund um die großen Summit-Veranstaltungen. Für Unternehmen wie Slalom könnte das zusätzliche Sichtbarkeit in lokalen Märkten schaffen – gerade in Europa.

Für die kommenden Jahre sieht Gassmann vor allem eines: einen weiterhin enormen Transformationsdruck. Die Kombination aus Cloud-Migration, Datenstrategie und KI-Einsatz werde Unternehmen langfristig prägen. Wer diese Themen zu spät angehe, riskiere Wettbewerbsnachteile.

Slalom will sich dabei als pragmatischer Umsetzer positionieren – weniger als reiner Strategieberater, sondern als Partner, der technologische Konzepte tatsächlich in produktive Prozesse überführt. In einem Markt, in dem viele Unternehmen noch nach Orientierung suchen, könnte genau dieser Ansatz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis, erklärt im Podcast Security, Storage und Channel Germany mit Carolina Heyder, warum Unternehmen eine umfassende Cybersicherheit benötigen.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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