Der neue MCP Server ermöglicht KI-Agenten die Interaktion mit der Nutanix Cloud-Plattform über die Prism v4 API. Er übersetzt Anfragen in natürlicher Sprache in Infrastruktur-Aktionen und setzt dabei unternehmenseigene Zugriffsregeln durch.

Nutanix hat den Model Context Protocol (MCP)-Server für die Nutanix Cloud Platform (NCP) vorgestellt. Bei der Lösung handelt es sich um Open-Source-Software, die die MCP-Spezifikation implementiert und KI-Agenten sowie Entwicklungswerkzeugen die Interaktion mit NCP über die Nutanix Prism v4 API ermöglicht. Das Model Context Protocol ist eine Spezifikation, die die Kommunikation zwischen KI-Modellen und externen Datenquellen oder Werkzeugen vereinheitlicht. Kunden sollen dadurch KI-Werkzeuge im Cloud-Betrieb einsetzen und Routineaufgaben automatisieren können, ohne die Kontrolle über die zugrundeliegenden Systeme abzugeben.

Der Betrieb hybrider Cloud-Umgebungen erfordert technisches Fachwissen und strikte Zugriffskontrollen. KI-Assistenten können bei der Verwaltung solcher Systeme unterstützen, setzen jedoch voraus, dass die ausgeführten Aktionen autorisiert und nachvollziehbar sind. Dieses Sicherheitsniveau ist eine Voraussetzung für alltägliche Betriebsoperationen, von der Durchführung größerer System-Upgrades bis zur Überwachung der Netzwerkleistung im gesamten Unternehmen.

Der MCP-Server fungiert als Schnittstelle zwischen KI-Werkzeugen wie GitHub Copilot, Claude Code und Cursor sowie der NCP-Infrastruktur. Er übersetzt Anfragen in natürlicher Sprache in API-Aktionen und setzt dabei die geltenden Sicherheits- und Zugriffsregeln automatisch um. Die Lösung stellt eine dedizierte Verbindung für KI-Werkzeuge bereit, die es IT-Teams erlaubt, Routineoperationen zu automatisieren und individuelle KI-gestützte Workflows zu entwickeln.

Thomas Cornely, Executive Vice President, Product Management bei Nutanix, ordnet den Server in die Automatisierungsstrategie des Unternehmens im Cloud-Betrieb ein. Der Server errichte ein Gateway zwischen KI-Werkzeugen und der Plattform, das es Kunden ermögliche, KI kontrolliert für den Betrieb hybrider Cloud-Umgebungen einzusetzen und für deren Compliance sowie Sicherheit zu sorgen.

Das Prism v4 API-Gateway übernimmt Ausführungs-, Governance- und Sicherheitskontrollen und stellt dadurch eine berechenbare Umgebung für den KI-Betrieb in Unternehmen bereit. Die angeschlossenen KI-Werkzeuge profitieren nach Unternehmensangaben von den nativen Zugriffskontrollen der Plattform. Administratoren können KI-Assistenten zur Systemanalyse und Diagnose nutzen, während Human-in-the-Loop-Funktionen sicherstellen, dass Eingriffe in Produktivumgebungen weiterhin menschlich autorisiert werden.

Der Server implementiert rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC), über die KI-Agenten ausschließlich APIs ansprechen dürfen, für die sie explizit berechtigt wurden. Eine integrierte Traffic-Regulierung soll übermäßige oder koordinierte API-Anfragen durch KI-Agenten verhindern und die API-Nutzung in automatisierten Workflows überwachen. Detaillierte Systemprotokolle machen transparent, welcher Agent welchen Befehl initiiert hat. Zeitintensive Operationen werden als asynchrone Tasks ausgelagert, deren Fortschritt und Ausführungsstatus sich bis zum Abschluss überwachen lässt.

Entwickler können mit dem Server Automatisierungswerkzeuge erstellen und über KI-Assistenten Skripte in Python, Go, Java, JavaScript, PowerShell, curl sowie REST- und JSON-kompatiblen Formaten generieren. Sicherheitsberechtigungen lassen sich über eine zentrale Oberfläche konfigurieren. Zudem können Teams eigene KI-Agenten entwickeln, um ihre Nutanix-Infrastruktur durchgängig zu automatisieren und einer Governance zu unterziehen. Die Lösung steht auf der Website developers.nutanix.com zum Download bereit und kann im Zusammenspiel mit gängigen KI-Agenten eingesetzt werden.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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