Nutanix führt Nutanix Enterprise AI (NAI) 2.8 ein und kündigt Nutanix Kubernetes Platform (NKP) 2.19 an. Ergänzend stellt das Unternehmen neue Partnerprogramme für den Aufbau von KI-Services vor.
Nutanix Enterprise AI (NAI) 2.8 ist verfügbar. Zudem kündigte das Unternehmen Nutanix Kubernetes Platform (NKP) 2.19 sowie neue Partnerprogramme an, mit denen Systemhäuser und Service Provider Wachstumschancen im Bereich KI erschließen sollen.
Laut Unternehmensangaben stehen viele Unternehmen bei der Einführung von KI vor einem strukturellen Problem: KI-Workloads beschleunigen den Wechsel zu containerisierten Umgebungen, während bestehende Anwendungen und Daten weiterhin auf virtualisierte und containerisierte Infrastrukturen verteilt sind. Das könne Unternehmen dazu zwingen, zusätzliche Infrastruktur-Silos aufzubauen, Daten zu verschieben oder bestehende Workloads für den KI-Einsatz neu zu architektieren.
Nutanix adressiert dies nach eigenen Angaben mit einer dual-nativen Architektur, die klassische Anwendungen und moderne KI-Workloads auf gemeinsamer Infrastruktur betreibt und dabei mit Silizium-Partnern integriert ist. NAI und NKP erweitern die bestehenden Fähigkeiten der Nutanix Cloud Platform um eine konsistente Steuerungsebene für KI, containerisierte Anwendungen und virtualisierte Workloads und ergänzen damit die mit NCI 7.6 eingeführte Nahe-Bare-Metal-Performance für KI auf virtualisierter Infrastruktur.
„Enterprise AI sollte nicht erfordern, dass Kunden die Systeme neu aufbauen, auf denen ihr Geschäft bereits läuft“, wird Thomas Cornely, Executive Vice President Product Management bei Nutanix, in der Mitteilung zitiert. Die dual-native Architektur erlaube es, KI mit bestehenden Anwendungen und Daten zu verbinden und jeden Workload auf der jeweils passenden Infrastruktur zu betreiben.
NAI bietet laut Nutanix eine einheitliche, sichere Plattform zum Bereitstellen, Verwalten und Skalieren von KI-Workloads in Hybridumgebungen, einschließlich Governance für Agenten und Modelle sowie Transparenz über den Token-Verbrauch. Zu den zentralen Neuerungen zählt ein Agent Gateway mit allgemein verfügbarem MCP Gateway, das KI-Agenten einen gesicherten, standardisierten Zugriff auf Tools und Daten ermöglichen soll; ergänzend stellt Nutanix einen MCP Server für NCP bereit. Im Bereich Private Inference kommen neue Funktionen für Multi-GPU-Inferenz per Tensor-Parallelismus sowie Parameter-Efficient Fine-Tuning per LoRA für kleinere Modelle unter acht Milliarden Parametern hinzu. Spekulatives Decoding soll die Token-Generierung um bis zu das 2,5-Fache beschleunigen. Gegen das Risiko unkontrollierter Modelle setzt Nutanix auf granulares Identity- und Access-Management, benutzerdefinierte Rollen und Unterstützung für luftisolierte NVIDIA-NIM-Bereitstellungen.
NKP soll den Betrieb von Containern auf Bare-Metal- und VM-Umgebungen ohne selbst zusammengestellte Custom-Stacks vereinfachen. Für die kommende Version kündigt Nutanix unter anderem NKP Metal für Bare-Metal-Deployments, engere Integration von NKP auf AHV mit Nutanix Flow für Netzwerk-Sandboxing von KI-Agenten sowie einen Applications-Katalog mit vorvalidierter KI/ML-Software wie Kubeflow, Milvus und Slurm an. NKP hat zudem die CNCF-Zertifizierung als Kubernetes AI Conformant Platform erhalten.
Im Storage-Bereich hat Nutanix Unified Storage (NUS) die NVIDIA-Certified-Storage-Validierung auf Enterprise-Ebene erhalten, die laut Unternehmen einen latenzarmen, durchsatzstarken Datenpfad zu GPUs sicherstellen soll.
Für Partner hat Nutanix das Programm „Powered by Nutanix: Verified Services“ gestartet, das validierte, margenstarke Service-Angebote entlang des gesamten Kundenlebenszyklus ermöglichen soll. Das Unternehmen verweist dabei auf eine Gartner-Prognose, wonach bis 2029 rund 55 Prozent der Unternehmen sämtliche Workloads von VMware auf alternative Infrastrukturlösungen migrieren sollen. Parallel wurde Service Provider (SP) Central allgemein verfügbar gemacht, eine multimandantenfähige Steuerungsebene, die Service Providern eine gemeinsame Grundlage für Infrastruktur-, Plattform-, Cloud-native- und KI-Services bieten soll.
Zu den in der Mitteilung zitierten Stimmen zählen Jasim Abdul Rahman, Group CIO bei Power International Holding, sowie Analyst Matt Flug von IDC. Auch Cisco, Continent 8 Technologies und Intel äußern sich zur Zusammenarbeit mit Nutanix im Bereich KI-Infrastruktur.
NAI 2.8 und SP Central sind ab sofort verfügbar, NKP 2.19 soll nach Unternehmensangaben in Kürze folgen.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de