Hyland startet ein neues globales Partnerprogramm. Das Netzwerk bündelt Partnerstrukturen weltweit und unterstützt den Einsatz KI-gestützter Unternehmensprozesse.

Mit einem neu strukturierten globalen Partnerprogramm will Hyland die Zusammenarbeit mit seinem internationalen Partnernetzwerk vereinfachen und den Ausbau KI-gestützter Unternehmensprozesse unterstützen. Das neue Modell setzt auf einheitliche Standards, flexible Beteiligungsformen und eine stärkere Ausrichtung auf Cloud- und SaaS-Geschäftsmodelle.

Hyland richtet Partnerstrategie auf agentische Unternehmensprozesse aus

Der Softwareanbieter Hyland hat die Einführung seines neuen Global Partner Network angekündigt. Mit dem Programm verfolgt das Unternehmen das Ziel, sein weltweites Partnerökosystem in einer einheitlichen Struktur zusammenzuführen und die Zusammenarbeit zwischen Partnern und dem Hersteller zu vereinfachen. Gleichzeitig soll das Netzwerk Unternehmen dabei unterstützen, intelligente und zunehmend autonome Geschäftsprozesse auf Basis von Künstlicher Intelligenz produktiv einzusetzen.

Hintergrund der Neuausrichtung ist die zunehmende Bedeutung von Content Intelligence, KI-gestützten Anwendungen und cloudbasierten Plattformen in Unternehmen. Viele Organisationen stehen derzeit vor der Herausforderung, bestehende Arbeitsabläufe zu modernisieren und Prozesse stärker zu automatisieren. Partner übernehmen dabei eine wichtige Rolle bei der Einführung und Integration entsprechender Technologien.

Nach Angaben von Hyland wurde das Programm grundlegend überarbeitet und an aktuelle Marktanforderungen angepasst. Es orientiert sich an modernen SaaS- und Cloud-Modellen und soll den Aufbau sogenannter agentischer Unternehmensstrukturen unterstützen. Darunter versteht das Unternehmen Organisationsformen, in denen intelligente Systeme Aufgaben weitgehend eigenständig ausführen, Entscheidungen vorbereiten und Prozesse steuern können.

Ein zentrales Merkmal des neuen Partnernetzwerks ist die Zusammenführung bislang regional unterschiedlicher Strukturen in einem weltweit einheitlichen Rahmenwerk. Einheitliche Terminologien, Prozesse und Leistungsmodelle sollen die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg erleichtern und die Transparenz innerhalb des Netzwerks erhöhen.

Darüber hinaus sieht das Programm verschiedene Beteiligungsmodelle vor, die unterschiedlichen Geschäftsstrategien von Partnern Rechnung tragen sollen. Unternehmen können ihre Rolle innerhalb des Ökosystems schrittweise ausbauen und an veränderte Marktanforderungen anpassen. Anstelle eines starren Modells setzt Hyland damit auf flexible Entwicklungsmöglichkeiten für Vertriebspartner, Integratoren, Lösungsanbieter und weitere Akteure.

Zu den weiteren Bestandteilen gehören leistungsabhängige Partnerstufen, die eine stärkere Differenzierung ermöglichen sollen. Ergänzend wird eine neue Partner-Relationship-Management-Plattform eingeführt. Diese soll Partnern einen transparenten Überblick über Vertriebschancen, gemeinsame Projekte und Leistungskennzahlen bieten.

Nach Angaben des Unternehmens sollen außerdem weltweit einheitliche Governance-Strukturen und Richtlinien eingeführt werden. Dadurch sollen Go-to-Market-Prozesse standardisiert und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten konsistenter gestaltet werden.

Im Mittelpunkt der Programmgestaltung standen nach Unternehmensangaben insbesondere die Reduzierung von Komplexität, eine höhere Transparenz sowie die langfristige Zusammenarbeit mit den Partnern. Diese Grundsätze sollen sich nicht nur in der Programmstruktur widerspiegeln, sondern auch in Bereichen wie Schulungen, Enablement-Maßnahmen, gemeinsamer Vertriebsplanung und Customer-Success-Initiativen.

Neben organisatorischen Änderungen führt Hyland auch ein neues wirtschaftliches Modell für Partner ein. Die Vergütung soll sich künftig stärker an langfristigen Ergebnissen orientieren. Kriterien wie registrierte Geschäftsabschlüsse, Umsatzwachstum oder die Gewinnung neuer Kunden sollen dabei stärker berücksichtigt werden als einzelne Transaktionen. Ergänzende Anreizmodelle sollen flexibel an unterschiedliche Marktbedingungen angepasst werden können.

Mit der Neuausrichtung verfolgt das Unternehmen auch das Ziel, die Nutzung seiner Cloud-Plattformen weiter auszubauen. Gleichzeitig sollen Partner mehr Transparenz darüber erhalten, wie ihre Leistungen bewertet und vergütet werden.

Die Einführung des Global Partner Network erfolgt in einer Phase, in der viele Unternehmen den Übergang von klassischen Workflow-Systemen zu intelligenten und datengetriebenen Prozessen vollziehen. Für Technologieanbieter gewinnt dabei die Zusammenarbeit mit Partnern zunehmend an Bedeutung, da diese häufig die Verbindung zwischen technologischen Innovationen und konkreten Geschäftsanforderungen der Kunden herstellen.

Hyland sieht sein neues Partnerprogramm daher als Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe intelligenter Unternehmensprozesse. Partner sollen künftig noch stärker dabei unterstützt werden, Lösungen auf Basis der Hyland-Plattform zu entwickeln, bereitzustellen und zu betreiben. Ziel ist es, Unternehmen bei der Umsetzung KI-gestützter Prozesse zu begleiten und den produktiven Einsatz neuer Technologien im Unternehmensalltag zu erleichtern.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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