Mit der Eröffnungsrede durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und einer komplett ausgebuchten Fläche von 233.000 Quadratmetern setzt die gamescom 2026 neue globale Maßstäbe.

Die gamescom 2026 hat offiziell ihre Tore geöffnet und verbindet wirtschaftliche Rekordmarken mit gesellschaftspolitischer Bedeutung. Erstmalig in der Geschichte des weltweit größten Games-Events war mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein deutsches Staatsoberhaupt zu Gast. Steinmeier eröffnete den gamescom congress in Köln und setzte damit ein starkes Zeichen: Computer- und Videospiele sind längst mehr als Unterhaltung.

Ein politischer und kultureller Wendepunkt

Vor Gästen aus Branche, Politik, Wissenschaft und Kultur hob der Bundespräsident die vielfältigen Potenziale der Computerspiele hervor. In seiner Rede beschrieb er Spiele als wertvolle Begleiter im Alltag, die beim Stressabbau helfen, Einsamkeit überbrücken und kognitive Fähigkeiten fördern. Darüber hinaus vermitteln saie historische und politische Bildung sowie Werte wie Fairplay. Steinmeier rief dazu auf, diese verbindende und kreative Energie noch stärker gesellschaftlich zu nutzen. Anschließend verfolgte er Podiumsdiskussionen zum Schwerpunktthema „Spielfeld Demokratie“, unter anderem mit NRW-Medienminister Nathanael Liminski und Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann. Bei seinem Hallenrundgang tauschte sich der Bundespräsident direkt mit Entwicklern und der Community aus.

Rekorde bei Fläche und Internationalität

Die politische Erhöhung des Events geht Hand in Hand mit beeindruckenden Kennzahlen. Mehr als 1.600 Ausstellende aus 67 Ländern präsentieren sich auf einer Bruttofläche von 233.000 Quadratmetern, die 2026 erstmals vollständig ausgebucht ist. Der Auslandsanteil liegt bei 70 Prozent, unterstützt von 47 Länderpavillons aus 40 Nationen – darunter neue Auftritte aus Marokko, Nigeria, Bulgarien, Ungarn und Zypern. Auch der Publikumsandrang ist riesig: Samstagstickets und Wildcards waren vorab ausverkauft.

Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche, und Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, betonten unisono die Signalwirkung des Bundespräsidenten-Besuchs und die herausragende Stellung der gamescom als weltweite B2C-, B2B- und B2G-Plattform.

Wachstum bei Indies und starkes B2B-Programm

Ein besonderes Highlight setzt die gamescom indie area, die mit über 420 Unternehmen um 16 Prozent wuchs und den Trend „Kleine Teams, große Erfolge“ unterstreicht. Ergänzt wird die Woche durch das Fachprogramm der gamescom dev mit über 380 Speakern zu Zukunftsfeldern wie KI und Level Design sowie den gamescom invest circle für Start-up-Finanzierungen. Mit Livestreams, dem Community-Abenteuer gamescom epix und dem gamescom city festival verbindet das Event Millionen Menschen vor Ort und weltweit.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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