Die GTIA-Studie „State of the Channel 2026“ zeigt eine ausgewogene Stimmung unter IT-Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Technologische Komplexität treibt Nachfrage, während externe Faktoren und Fachkräftemangel Herausforderungen darstellen.

Die GTIA-Studie „State of the Channel 2026“ liefert aktuelle Einblicke in den IT-Channel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Basierend auf einer Befragung von 128 IT-Dienstleistern zeigt sich ein differenziertes Bild: Technologische Komplexität treibt die Nachfrage, während externe wirtschaftliche Faktoren Hürden schaffen.

Zentrale Kennzahlen

38 % der Befragten nennen die zunehmende technologische Komplexität als wichtigsten Treiber für die Channel-Stärke. 33 % sehen externe Faktoren wie Weltwirtschaft, Inflation und Zinssätze als größte Hindernisse. 41 % erwarten, dass KI- und Cybersecurity-Services in den nächsten zwei Jahren die wichtigsten Wachstumskategorien sein werden.

Drei prägende Themen

Die Studie nennt drei zentrale Themen:

  • KI-Wendepunkt: Die Debatten zur KI-Einführung sind abgeschlossen. Entscheidend ist nun die strategische und operative Reife des KI-Einsatzes. 31 % der Unternehmen bezeichnen sich als „KI-getrieben“.
  • Maßvolles Wachstum: Umsatzwachstum ist vorhanden, bleibt jedoch gedämpft.
  • Das hybride Modell: Die meisten kombinieren weiterhin Managed Services, Produkte und Projektgeschäft.

Marktstimmung

Die Einschätzungen teilen sich fast gleichmäßig zwischen „relevant und stabil“ (49 %) und „relevant und im Umbruch“ (48 %). Nur 2 % sehen einen Bedeutungsverlust.

Umsatzstruktur und Angebote

Hybride Modelle dominieren. Infrastrukturdienste bleiben relevant, Wachstum wird vor allem bei KI-Services erwartet. 34 % erzielen bereits 11–25 % des Umsatzes mit KI.

Lieferantenbeziehungen und Kompetenzen

Die Zufriedenheit mit Anbietern ist leicht rückläufig. 26 % stufen ihre Geschäftskompetenzen als Expertenniveau ein. Der DACH-Channel zeigt sich resilient und positioniert sich strategisch in der KI-Ära.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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