Commvault (NASDAQ: CVLT) hat Brian Lanigan zum Chief Partner Officer ernannt. Der frühere Partnerchef von SentinelOne, Lacework, Splunk und HP Software soll die globale Partnerorganisation leiten und die Channel-Strategie des Anbieters für Cyber-Resilienz weiterentwickeln.
Commvault (NASDAQ: CVLT), ein Anbieter von Lösungen für Cyber-Resilienz und Datensicherung, hat Brian Lanigan zum Chief Partner Officer berufen. In dieser Funktion berichtet Lanigan an Geoff Haydon, President of Customer and Field Operations, und übernimmt die Leitung der globalen Partnerorganisation des Unternehmens. Zu seinen Aufgaben zählt die Weiterentwicklung der weltweiten Channel-Strategie sowie der Ausbau des Partner-Ökosystems, das Hyperscaler, Managed Service Provider (MSPs), Distributoren, Reseller, Systemintegratoren sowie strategische Technologiepartner umfasst.
Mit der Personalie unterstreicht Commvault die Bedeutung, die das Unternehmen dem indirekten Vertrieb beimisst. Der Anbieter positioniert sich im Markt für Datensicherung und Cyber-Resilienz und ist an der Nasdaq unter dem Kürzel CVLT notiert. Wachstum über Partner gilt in der Branche zunehmend als zentraler Hebel, da Distributoren, MSPs und Systemintegratoren häufig den direkten Zugang zu mittelständischen und großen Kundenorganisationen besitzen.
Langjährige Erfahrung im Partnergeschäft
Lanigan bringt nach Unternehmensangaben mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Aufbau und in der Skalierung leistungsstarker Partnerorganisationen in der Cybersicherheits- und Unternehmenssoftwarebranche mit. Vor seinem Wechsel zu Commvault hatte er Führungspositionen bei SentinelOne, Lacework, Splunk und HP Software inne. In diesen Rollen war er laut Mitteilung für partnergetriebenes Wachstum, den Ausbau strategischer Allianzen sowie die Erweiterung von Cloud- und Managed-Services-Ökosystemen verantwortlich. Commvault erhofft sich von seiner Erfahrung Impulse für den weiteren Ausbau des eigenen Partnernetzwerks, insbesondere im Umfeld von Cloud- und Sicherheitsdienstleistungen.
Stimmen zur Personalentscheidung
Geoff Haydon, President of Customer and Field Operations bei Commvault, begründete die Personalentscheidung mit der zentralen Bedeutung von Partnern für die Wachstumsstrategie des Unternehmens. Partner seien entscheidend dafür, Kunden bei der Resilienz-Vorbereitung in einem zunehmend komplexen Umfeld aus Künstlicher Intelligenz und Cyberbedrohungen zu unterstützen, so Haydon laut Mitteilung. Lanigan verfüge über ausgeprägte Cybersicherheitsexpertise und einen nachweisbaren Erfolgsweg beim Aufbau leistungsfähiger Partnerprogramme sowie beim Erzielen messbarer Geschäftsergebnisse. Er sei daher die geeignete Person, um das nächste Kapitel im Wachstum des Partner-Ökosystems von Commvault zu gestalten, so Haydon weiter.
Lanigan selbst äußerte sich laut Unternehmensangaben zuversichtlich über seinen Einstieg bei Commvault. Das Unternehmen habe sich als vertrauenswürdiger Anbieter im Bereich KI- und Cyber-Resilienz etabliert, und er freue sich, zu einem für Kunden und Partner entscheidenden Zeitpunkt Teil des Teams zu werden. Er wolle mit dem globalen Partner-Ökosystem neue Wachstumschancen erschließen, zu positiven Kundenergebnissen beitragen und den Mehrwert von Commvault für Organisationen weltweit weiter ausbauen.
Die Berufung eines Chief Partner Officer signalisiert die strategische Bedeutung, die Commvault dem indirekten Vertrieb über Partner beimisst. Angesichts wachsender Anforderungen an Cyber-Resilienz und des zunehmenden Einsatzes KI-gestützter Sicherheitslösungen dürfte der Ausbau des Partnernetzwerks für Anbieter wie Commvault ein zentraler Wachstumshebel bleiben. Lanigans Werdegang bei mehreren namhaften Cybersicherheitsunternehmen deutet darauf hin, dass Commvault seine Partnerstrategie stärker in Richtung Cloud- und Sicherheitsökosysteme ausrichten will. Über konkrete Zielvorgaben, etwa zu Umsatzanteilen aus dem Partnergeschäft oder zur Größe des Partnernetzwerks, machte das Unternehmen keine Angaben.
Cyber-Resilienz-Simulation
In einer separaten Mitteilung kündigte Commvault zudem das neue Format „Commvault Minutes to Recovery“ an, eine szenariobasierte Simulation für Cyber-Resilienz. Teilnehmende schlüpfen darin zunächst in die Rolle eines Angreifers und entwickeln mit gängigen Frontier-AI-Tools einen eigenen Angriff, bevor sie anschließend als Verteidiger unter Zeitdruck Erkennungsentscheidungen treffen und abschließend als Recovery-Verantwortliche die betroffenen Systeme in einen verifiziert sauberen Zustand zurückversetzen müssen. Nach Unternehmensangaben soll sich das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und ihrer aktiven Ausnutzung 2025 auf 29 Minuten verkürzt haben – ein Wert, der sich einer entsprechenden, nicht unabhängig verifizierten Erhebung von Commvault zufolge im Jahresvergleich um 65 Prozent verringert habe.
Das Format wird als eintägiges Onsite-Event in sechs Sprachen angeboten und ist in einer rund zweistündigen Sitzung abschließbar; als Ergebnis liefert es laut Commvault einen sogenannten Mean-Time-to-Clean-Recovery-Wert (MTCR). Anna Griffin, Chief Market Officer bei Commvault, bezeichnete die Übung laut Mitteilung als Mittel, um Resilienz messbar statt auf Basis von Annahmen zu bewerten. Das Angebot soll auch über Commvaults Partnernetzwerk verfügbar sein, sodass Partner damit eigene Kundengespräche zum Thema Resilienz gestalten können. Der Kyndryl-Manager Allen Downs äußerte sich in der Mitteilung unterstützend zu dem Format und verwies auf die wachsende Bedeutung geprüfter statt angenommener Recovery-Fähigkeiten.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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