Proofpoint hat seine Funktionen für Data Security Posture Management und Data Access Governance in Europa ausgebaut. Die Lösungen werden im Rechenzentrum in Frankfurt gehostet und unterstützen die Identifikation sensibler Daten in mehreren europäischen Sprachen.

Proofpoint hat seine Funktionen für Data Security Posture Management (DSPM) und Data Access Governance in Europa erweitert. Die Erweiterungen umfassen eine KI-gestützte Datenidentifikation und -klassifizierung in den wichtigsten europäischen Geschäftssprachen sowie das Hosting im Proofpoint-Rechenzentrum in Frankfurt am Main.

Europäische Unternehmen führen zunehmend künstliche Intelligenz ein und müssen in komplexen Cloud-Umgebungen nachvollziehen, wo sensible Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und wie diese genutzt werden. Der AI and Human Risk Landscape Report 2026 von Proofpoint zeigt, dass 42 Prozent der Unternehmen bereits einen bestätigten oder vermuteten KI-bezogenen Sicherheitsvorfall verzeichneten.

Um dem zu begegnen, weitet Proofpoint seine KI-gestützten Funktionen für Datenidentifikation, Klassifizierung, Data Access Governance und Remediation auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch aus. Unternehmen können damit sensible und geschäftskritische Informationen sprachunabhängig identifizieren.

Zusätzlich erweitert Proofpoint seine Bibliothek EU-spezifischer Datenklassifikatoren. Diese umfasst nun personengebundene Kennzahlen, Passnummern, Steueridentifikationsnummern, Mobiltelefonnummern sowie Postadressen und deckt alle EU-Länder ab. Plattformübergreifende Klassifikatoren und Richtlinien-Frameworks unterstützen den Übergang von DSPM-Erkenntnissen in Data Loss Prevention. Das System automatisiert die Erstellung von DLP-Richtlinien und schützt sensible Daten durchgehend.

Zusammen mit dem lokalen Hosting und der Servicebereitstellung aus dem Frankfurter Rechenzentrum helfen diese Funktionen, europäische Vorgaben zur Datenhaltung einzuhalten. Unternehmen behalten dabei Sichtbarkeit, Governance und Kontrolle über ihre sensiblen Informationen.

„Europäische Unternehmen sollten sich nicht zwischen Innovation, Compliance und lokaler Datenhaltung entscheiden müssen“, erklärt Kent Breaux, SVP EMEA bei Proofpoint. „Wenn Unternehmen KI verstärkt einsetzen, benötigen sie Einblick in ihre sensiblen Daten und die Gewissheit, dass diese ordnungsgemäß verwaltet werden. Unsere kontinuierlichen Investitionen in Europa unterstützen Kunden dabei, KI sicher einzuführen, neue gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und die Kontrolle über ihre sensiblen Informationen zu behalten.“

Die Erweiterungen ermöglichen es Unternehmen, sich besser an Vorschriften wie den EU AI Act anzupassen. Die Lösung gleicht erkannte Datenrisiken mit empfohlenen Governance- und Compliance-Kontrollen ab. Sicherheits- und Compliance-Teams können dadurch Risiken im Zusammenhang mit sensiblen Daten und der KI-Nutzung beurteilen und minimieren.

Da DSPM nun aus dem Frankfurter Rechenzentrum verfügbar ist, können europäische Unternehmen auf die vollständige Data Security Platform von Proofpoint mit integrierter lokaler Datenhaltung zugreifen. Die Plattform verknüpft Datenidentifikation und -klassifizierung mit Access Governance, Data Loss Prevention, Datensicherheit für KI sowie Insider Risk Management. Die Funktionen erstrecken sich über Cloud-, SaaS-, Endgeräte-, E-Mail- und On-Premises-Umgebungen. Sicherheitsteams erhalten so einen direkten Weg von der Identifizierung gefährdeter sensibler Daten zur Einleitung entsprechender Maßnahmen.

Die erweiterten DSPM-Funktionen für europäische Kunden sind voraussichtlich ab August 2026 verfügbar. Weitere Informationen zur DSPM-Lösung von Proofpoint finden sich unter https://www.proofpoint.com/de/products/data-security-posture-management.

Mit dem Ausbau der DSPM-Funktionen und dem Hosting in Frankfurt stellt Proofpoint europäischen Unternehmen ab August 2026 erweiterte Werkzeuge zur Verfügung, um sensible Daten in mehreren Sprachen zu erkennen und lokale sowie regulatorische Anforderungen besser zu erfüllen.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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