ESET und NovaStor haben ein gemeinsames Angebot für Managed Service Provider (MSPs) und Systemhäuser mit Kunden im Gesundheitswesen vorgestellt. Es kombiniert ESET PROTECT mit der Backup-Software NovaStor DataCenter Evolve. Laut Unternehmensangaben gelten die Einstiegskonditionen bis Ende 2027, im Oktober sind Webinare geplant.
Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sehen sich wachsenden Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und Ausfallsicherheit gegenüber. Cyberangriffe wie Ransomware oder Phishing können den Praxisbetrieb unmittelbar beeinträchtigen. Prävention allein reicht in solchen Fällen nicht aus: Entscheidend ist auch, Bedrohungen früh zu erkennen und kompromittierte Daten und Systeme wiederherstellen zu können.
Security und Backup als gemeinsames Angebot
Hier setzen ESET und NovaStor an. Das gemeinsame MSP Special Offer für Arztpraxen verbindet ESET PROTECT Complete oder ESET PROTECT Elite, wahlweise inklusive MDR-Service, mit der Backup- und Restore-Software NovaStor DataCenter Evolve des Hamburger Herstellers. MSPs und Systemhäuser sollen Security und Backup damit als aufeinander abgestimmte Managed Services anbieten können.
Die technischen Bausteine
ESET PROTECT deckt laut Hersteller Endpoints, File- und Mailserver sowie Cloud-Anwendungen ab. Zum Funktionsumfang zählen Vulnerability- und Patch-Management, Cloud Sandboxing sowie eine Funktion, mit der sich bei möglichen Ransomware-Angriffen verschlüsselte Dateien wiederherstellen lassen. Optional stehen Extended Detection & Response (XDR) und ein MDR-Service mit Expertenunterstützung zur Verfügung.
NovaStor DataCenter Evolve sichert nach Unternehmensangaben Server, Datenbanken, Microsoft 365 und virtuelle Umgebungen. Als Speicherziele nennt NovaStor unter anderem Disk, Tape und Cloud. Die Software bietet eine Mandantenverwaltung und soll eine schnelle Wiederherstellung ermöglichen. NovaStor DataCenter ist als On-Premises- und als SaaS-Lösung erhältlich; Entwicklung und Support finden nach Angaben des Unternehmens vollständig in Hamburg statt.
„Security und Backup gehören zusammen, wenn es darum geht, Unternehmen auch im Ernstfall handlungsfähig zu halten“, sagt Stefan Utzinger, Geschäftsführer der NovaStor GmbH. Gerade bei Arztpraxen könnten Ausfälle unmittelbar auf den laufenden Betrieb durchschlagen.
Konditionen für MSPs
Neben dem technischen Zusammenspiel steht laut Mitteilung der wirtschaftliche Nutzen für IT-Dienstleister im Mittelpunkt: Sie können bestehende Kundenbeziehungen ausbauen und Security und Backup als wiederkehrenden Service vermarkten. Zum Start der Kooperation bieten beide Unternehmen spezielle MSP-Konditionen. Auf Seiten von NovaStor umfasst die Aktion ein MSP-Starterpaket mit 25 Backup-Units für 169 Euro pro Monat, zehn Prozent Rabatt auf weitere Backup-Units und eine kostenfreie Zertifizierung zum NovaStor MSP Solution Partner. Diese Konditionen gelten bis zum 31. Dezember 2027. Damit erhalten MSPs einen konkreten Einstieg, um Cybersecurity, Backup und Wiederherstellung als Teil des eigenen Leistungsportfolios anzubieten. Angaben zu den ESET-Konditionen enthält die Mitteilung nicht.
Webinar und Messeauftritt
Wie MSPs das Angebot bei Praxiskunden einsetzen können, zeigen die beiden Unternehmen in einem Webinar mit dem Titel „Managed Security für Arztpraxen: So schaffen MSPs wiederkehrende Umsätze mit Security & Backup“. Es findet am 6. und am 21. Oktober 2026 statt. Behandelt werden die aktuelle Bedrohungslage für Arztpraxen und MVZ, das Zusammenspiel von Endpoint Security, MDR und Backup sowie Anforderungen aus DSGVO und NIS-2. Ein Rechenbeispiel soll zeigen, wie sich aus bestehenden Kundenbeziehungen ein skalierbares Managed-Service-Angebot entwickeln lässt.
Auf der it-sa 2026, die vom 27. bis 29. Oktober in Nürnberg stattfindet, sind beide Anbieter vertreten: ESET in Halle 9 an Stand 434, NovaStor in Halle 7 an Stand 140.
Vorschau
Erste Gelegenheiten, das Angebot im Detail kennenzulernen, bieten die Webinare am 6. und 21. Oktober sowie die it-sa Ende des Monats. Die NovaStor-Einstiegskonditionen laufen bis zum 31. Dezember 2027.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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