Oracle hat eine neue Builder Experience für Oracle AI Agent Studio in Fusion Applications veröffentlicht. Sie ermöglicht Kunden und Partnern, agentische Anwendungen direkt in Fusion Cloud Applications zu erstellen. Diese Systeme setzen auf Teams spezialisierter KI-Agenten und nutzen vorhandene Geschäftsobjekte, Workflows, Freigabeprozesse und Governance.
Oracle führt eine KI-native Builder Experience für Oracle AI Agent Studio für Fusion Applications ein. Diese erlaubt es Kunden und Partnern, sogenannte Fusion Agentic Applications direkt innerhalb von Oracle Fusion Cloud Applications zu entwickeln und auszuführen.
Fusion Agentic Applications sind ergebnisorientierte Unternehmensanwendungen. Sie basieren auf Teams spezialisierter KI-Agenten, die schlussfolgern, koordinieren, Entscheidungen treffen und Aufgaben innerhalb von Fusion umsetzen. Dabei greifen sie auf bestehende Geschäftsobjekte, Workflows, Richtlinien und Tools zu und agieren im Rahmen definierter Freigabeprozesse. Im Unterschied zu alleinstehenden Agenten, Copilots oder nicht vernetzten Automatisierungstools laufen Fusion Agentic Applications nativ im Unternehmenssystem. Sie übernehmen Sicherheits- und Governance-Funktionen von Fusion und arbeiten direkt mit den dortigen Datenstrukturen und Prozessen. Auditierbarkeit und Kontrollmechanismen sind Bestandteil der Laufzeitumgebung.
Die neue Builder Experience vereint No-Code-, Low-Code- und Pro-Code-Ansätze in einem Framework mit integrierter Governance. Geschäftsanwender können im Agentic Applications Builder mit natürlicher Sprache arbeiten. Entwickler und Partner nutzen den neuen AI Studio Skill zusammen mit Visual Studio Code, Standard-Befehlszeilenschnittstellen, Git-basierten Workflows sowie KI-Coding-Assistenten wie Codex und Claude Code. Ziel ist es, Anwendern unterschiedlicher Erfahrungsstufen die Entwicklung von Systemen zu ermöglichen, die Aufgaben unter Einhaltung von Sicherheit und Governance ausführen.
Laut Chris Leone, Executive Vice President Applications Development bei Oracle, entwickelt sich Unternehmenssoftware von Systemen, die Arbeit dokumentieren, zu Systemen, die Ergebnisse aktiv umsetzen. Mit der neuen Builder Experience können Kunden und Partner Anwendungen erstellen, die auf spezialisierten Agenten basieren und innerhalb von Fusion laufen, wo Geschäftsobjekte, Workflows, Sicherheitsfunktionen, Freigabeprozesse und Auditierbarkeit bereits vorhanden sind.
Fusion Agentic Applications adressieren konkrete Geschäftsergebnisse. Beispiele sind die Beschleunigung des Finanzabschlusses, die Verbesserung des Forderungsmanagements, die Reduzierung von Service-Eskalationen, die Optimierung der Personaleinsatzplanung oder die Straffung der Lieferkettenabwicklung. Jede Anwendung nutzt koordinierte Teams von Agenten und stützt sich auf Fusion-Objekte, Richtlinien, Freigaben und Governance.
Oracle AI Agent Studio für Fusion Applications unterstützt die Erstellung, Verbindung, Ausführung und den Betrieb von KI-Automatisierungen und agentischen Anwendungen. Dabei können wiederverwendbare Agenten von Oracle, Partnern und Drittanbietern eingesetzt werden. Der Ansatz der nativen Ausführung soll den Übergang vom Prototyp zur Produktion vereinfachen. Da die Anwendungen innerhalb von Fusion laufen, sind Identitätsmanagement, Datenzugriff, Freigaben, Audit-Trails, Beobachtbarkeit und Lifecycle-Management von Beginn an integriert.
Zu den neuen Funktionen gehören:
- Erstellung vollständiger agentischer Anwendungen statt einzelner Agenten:Anwender können ergebnisorientierte Anwendungen mit spezialisierten Agenten, Benutzererlebnissen, Workflows, Tools und Richtliniendurchsetzung als einheitliche Anwendung mit Governance erstellen.
- Native Bereitstellung in Fusion Applications:Agentische Anwendungen laufen innerhalb von Fusion ohne separate Laufzeitumgebungen oder externe Orchestrierung. Sie arbeiten direkt mit Fusion-Objekten und übernehmen Kontrollmechanismen für Sicherheit, Governance, Freigaben und Auditierbarkeit.
- Arbeit mit Entwicklertools:Der AI Studio Skill ermöglicht die Entwicklung mit Visual Studio Code, CLIs und KI-Coding-Assistenten. Git-basiertes Lifecycle-Management, lokale Validierung, Debugging und CI/CD-Workflows werden unterstützt.
- Zugriff auf Entwicklerressourcen:Ein öffentliches GitHub-Repository stellt Vorlagen, Starterprojekte, Beispielanwendungen, wiederverwendbare Assets und Referenzarchitekturen bereit.
- Verbindung von Agenten über ein offenes Ausführungssystem:Teams können Aufgaben über Oracle-, Partner-, Drittanbieter- und eigene Agenten hinweg koordinieren. Interoperabilitätsmuster ermöglichen die Einbindung von Agenten der Oracle AI Data Platform und Drittanbietern.
- Zugriff auf ein KI-Ökosystem:Der Oracle AI Agent Marketplace wird um einen Katalog agentischer Anwendungen erweitert. Über 80.000 zertifizierte Experten sind in Oracle AI Agent Studio geschult.
Oracle AI Agent Studio für Fusion Applications ist ohne zusätzliche Kosten verfügbar. Es bietet Tools für Orchestrierung, Tests, Validierung und Sicherheit. Kunden und Partner nutzen dieselbe Plattform, mit der Oracle eigene KI-Agenten und Fusion Agentic Applications erstellt. Damit können sie die mehr als 1.000 in Fusion bereitgestellten KI-Agenten sowie die 22 neuen Fusion Agentic Applications erweitern, neue erstellen und unternehmensweit bereitstellen.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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