Beim Regionalfinale des Startup School Cups in Fürstenfeldbruck präsentierten Schülerteams im Startup School Cup 2026 Ideen zu Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Rund 200 Gäste füllten den Saal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld beim Regionalfinale des Startup School Cups 2026. Sieben Gymnasien aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sowie aus der Stadt und dem Landkreis München nahmen teil und stellten ihre Geschäftsideen vor.

Das Team des Gymnasiums Olching sicherte sich den ersten Platz mit dem Konzept „CapIT“. Es sieht vor, herkömmliche Kronkorken durch wiederverwendbare, verschließbare Deckel zu ersetzen. Diese bestehen aus einem Ring aus recyceltem Kunststoff, der am Flaschenhals befestigt wird, und einem wiederverwendbaren Verschluss. Das Produkt ist in verschiedenen Farben verfügbar und soll die Haltbarkeit von Getränken verlängern. In einer weiteren Entwicklungsphase plant das Team in Zusammenarbeit mit Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Verschluss, der als Indikator für K.-o.-Tropfen fungieren kann. Die Entwicklung soll zunächst in einer Garage erfolgen, die zugleich als Produktionsstätte dient. Prototypen wurden der Jury bereits als 3D-Druck-Modelle präsentiert.

Die Jury bewertete die Präsentationen in den Kategorien Markt, Wertschöpfungskette, Gestaltung, Kalkulation, Vortrag, Summary und Gesamtwirkung. Das fünfköpfige Team aus drei Schülerinnen und zwei Schülern überzeugte vor allem in vier dieser Bereiche und setzte sich damit durch.

Den zweiten Platz belegte das Team „Chary“ des Viscardi-Gymnasiums in Fürstenfeldbruck. Die Idee umfasst einen kostengünstigen Begleitservice für sichere Heimwege, insbesondere am Abend und in der Nacht. Am Beispiel Münchens wurde gezeigt, wie rund 450.000 Frauen, darunter etwa 150.000 Studierende, über eine App-Plattform mit sicherheitsgeprüften Begleitpersonen verbunden werden könnten. Die Buchung für S-Bahn-Fahrten oder den weiteren Weg soll zu deutlich niedrigeren Kosten als bei Taxi- oder Ride-Sharing-Diensten möglich sein. Profile und ein Bewertungssystem sollen die Sicherheit gewährleisten.

Auf dem dritten Platz landete das Team „CarboTech“ des Graf-Rasso-Gymnasiums in Fürstenfeldbruck. Es widmete sich der Entnahme von CO₂ an Emissionsquellen wie Autobahnen. Die mit KI entwickelten Boxen sollen an Leitplanken montiert werden und CO₂-Filter enthalten. Das aufgefangene Gas würde über Rohrleitungen zu Sammelstellen transportiert und könnte beispielsweise als Kühlmittel genutzt werden. Bei einem Stückpreis von etwa 2.100 Euro und einer geplanten Installation alle 50 Meter ergäben sich jedoch hohe Investitionskosten, die in der Diskussion mit der Jury thematisiert wurden.

Das Regionalfinale zeigt, wie Schülerinnen und Schüler aktuelle gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit und Umweltschutz aufgreifen und in unternehmerische Konzepte umsetzen. Die Veranstaltung fand bereits zum wiederholten Mal in Fürstenfeldbruck statt und dient der Förderung unternehmerischen Denkens im schulischen Kontext.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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