Oracle hat im Rahmen des erweiterten Oracle PartnerNetwork das Angebot „Oracle Startup Growth Engine“ vorgestellt. Es richtet sich an schnell wachsende, von Investoren finanzierte Technologieunternehmen und kombiniert laut Oracle Cloud-Guthaben, technische Beratung und Zugang zum Oracle Marketplace.
Oracle hat Oracle Startup Growth Engine vorgestellt. Das Angebot ist Teil des erweiterten Oracle PartnerNetwork (OPN) und richtet sich an schnell wachsende Technologieunternehmen, die durch Investoren finanziert werden. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann nach Angaben des Unternehmens eigene Lösungen entwickeln, für eine größere Nutzung ausbauen und im weltweiten Partnernetzwerk von Oracle vermarkten. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen der nächsten Generation, darunter Lösungen mit künstlicher Intelligenz (KI), die auf Oracle Cloud Infrastructure (OCI) entstehen.
Was teilnehmende Unternehmen erhalten können
Laut Oracle können qualifizierte Unternehmen eine kostenlose OPN-Mitgliedschaft für ein Jahr, Guthaben für Clouddienste, Unterstützung bei der Vermarktung sowie praktische technische Beratung erhalten. Auf bestimmten OPN-Ebenen kommt die Möglichkeit hinzu, mit Oracle-Kunden in Kontakt zu treten. Das Unternehmen nennt vier Bausteine: Erstens Guthaben für OCI oder finanzielle Unterstützung für technische und wirtschaftliche Bewertungen, etwa um KI-Anwendungen zu entwickeln, zu trainieren und auszubauen oder den Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur systematisch zu prüfen. Dafür gelten die jeweiligen Teilnahmebedingungen. Zweitens Unterstützung durch Oracle-Ingenieure bei Entwicklung, Umsetzung und Verbesserung der Lösungen auf OCI. Drittens die Möglichkeit, Lösungen auf Oracle Marketplace zu veröffentlichen, sofern die geltenden Anforderungen erfüllt sind. Viertens die Teilnahme an Marketingaktivitäten von Oracle.
Marketplace als Vertriebskanal
Über Oracle Marketplace können teilnehmende Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen nach Angaben von Oracle Zehntausenden Kunden weltweit anbieten, die nach Cloudtechnologien und KI-Lösungen suchen. Kunden finden dort Angebote anderer Anbieter an einer zentralen Stelle und können diese erkunden, vergleichen und einsetzen. Zudem sollen die Teilnehmer ihre spezialisierten Lösungen mit den Branchenlösungen und Geschäftsanwendungen von Oracle verbinden können, um branchenspezifische Anforderungen von Kunden zu erfüllen.
Hürden beim Wachstum
Das Programm soll nach Oracle-Angaben typische Wachstumshürden verringern: Kosten, technische Komplexität und den schwierigen Zugang zu Kunden. Cormac Watters, Executive Vice President und General Manager EMEA bei Oracle, sagt dazu: „Schnell wachsende Technologieunternehmen brauchen mehr als gute Ideen. Sie brauchen die passende Infrastruktur, Fachwissen und Zugang zum Markt, damit aus Innovationen wirtschaftlicher Erfolg wird.“ Die Kombination dieser Möglichkeiten helfe den Unternehmen, Lösungen zu entwickeln und auszubauen, neue Kunden zu erreichen und messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen.
Oracle zufolge kann das Angebot helfen, KI-Anwendungen schneller bereitzustellen und auszubauen, Kosten für Infrastruktur und den Umzug bestehender Anwendungen zu senken, Verkaufsprozesse mit Geschäftskunden zu beschleunigen und mit den Marketingressourcen des Unternehmens neue Märkte zu erschließen. Die Mitteilung nennt weder konkrete Kriterien für die Teilnahme noch die Höhe der Cloud-Guthaben; diese Punkte richten sich nach den Teilnahmebedingungen.
Das Oracle PartnerNetwork soll Oracle und seinen Partnern nach eigener Darstellung zu gemeinsamem Kundenerfolg verhelfen. Das erweiterte Programm bietet mehrere Programmpfade sowie grundlegende Leistungen aus den Bereichen Schulung und Enablement, gemeinsame Markterschließung, technische Beschleuniger und Erfolgsunterstützung.
Wie Oracle Voraussetzungen und Umfang der Leistungen im Detail ausgestaltet, dürfte für Startups ebenso von Interesse sein wie für Partner im Oracle-Ökosystem. Weitere Informationen zum Partnerprogramm bietet Oracle unter oracle.com/partner.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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