Erik Forod, Head of Security ADN
Der Distributor ADN vertreibt künftig Lösungen von RSA Security im DACH-Raum. Fachhändler erhalten damit Zugang zu Produkten für den Schutz menschlicher, maschineller und KI-basierter Identitäten. Gemeinsam vorgestellt werden sie erstmals auf der it-sa 2026 in Nürnberg.

Die ADN Distribution GmbH erweitert ihr Cybersecurity-Angebot um einen Hersteller für Identity Security. Mit RSA Security nimmt der Distributor einen international tätigen Anbieter in sein Herstellernetzwerk auf. Die neue Vertriebspartnerschaft richtet sich an Fachhandelspartner im DACH-Raum, die ihren Kunden Lösungen für das Identitätsmanagement anbieten wollen.

Hintergrund ist die veränderte Angriffslage. Digitale Identitäten gelten zunehmend als zentraler Angriffspunkt bei Cyberattacken. Auf kritische Daten und Geschäftsprozesse greifen nach Angaben der Unternehmen längst nicht mehr nur Mitarbeitende zu, sondern auch Anwendungen, Servicekonten, Maschinenidentitäten und KI-Agenten. Zugleich setzen Angreifer verstärkt auf Social Engineering, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen und privilegierte Zugänge zu kompromittieren.

„Identitäten sind die neue Sicherheitsgrenze. Unternehmen müssen heute weit mehr schützen als klassische Benutzerkonten”, sagt Erik Forod, Head of Security bei ADN. Mit RSA wolle man Partnern helfen, moderne Identitätsrisiken zu adressieren, von Mitarbeitenden über Systeme bis hin zu KI-Agenten.

Für den Channel ist die Erweiterung relevant, weil Identitätsfragen Querschnittsthemen in Projekten rund um Zero Trust, Compliance und Cyber-Resilienz sind. Wer als Systemhaus oder MSP Kunden in diesen Bereichen berät, bekommt mit der Partnerschaft einen weiteren Herstellerzugang über den Distributor. Wie die Zusammenarbeit konkret ausgestaltet wird, etwa bei Schulungen oder Partnerprogrammen, nennen die Unternehmen bislang nicht im Detail. Sie verweisen auf geplante Channel-Aktivitäten, die auf der it-sa vorgestellt werden sollen.

Das Portfolio von RSA zielt laut den Unternehmensangaben vor allem auf regulierte und sicherheitskritische Umgebungen. Es soll Identitäten über ihren gesamten Lebenszyklus absichern. Dazu zählen Lösungen für die Verwaltung von KI-Agenten und den Schutz digitaler Identitäten, für die Verifizierung von Support-Anfragen sowie für die Einführung passwortloser Verfahren. Hinzu kommen Funktionen zur Abwehr von Social-Engineering-Angriffen. RSA nennt als Kundenbasis mehr als 9.000 Organisationen, für die das Unternehmen über 60 Millionen Identitäten in lokalen, hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen verwalte.

Bastian Majewski, Regional Sales Manager DACH bei RSA, verweist auf den Wandel der Anforderungen. Gemeinsam mit ADN wolle RSA Partnern Werkzeuge bereitstellen, damit diese ihre Kunden beim Schutz von Menschen, Systemen und KI-basierten Akteuren unterstützen können.

RSA beschreibt sich als Anbieter für Behörden, den Finanzsektor und Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen. Das Angebot umfasst Identity Intelligence, Authentifizierung, Zugriffs- und Governance-Funktionen. ADN versteht sich als IT-Distributor und Service Provider und betreut nach eigenen Angaben mehr als 7.000 Fachhändler, Systemhäuser und Managed Service Provider im DACH-Raum. Das inhabergeführte Unternehmen besteht seit 1994 und gibt für 2025 einen Umsatz von rund 840 Millionen Euro an, nach 780 Millionen Euro im Jahr 2023.

Erstmals präsentieren beide Unternehmen das gemeinsame Portfolio auf der it-sa 2026 in Nürnberg. Fachhandelspartner, Systemhäuser und MSPs können sich dort über die Lösungen und die geplanten Channel-Aktivitäten informieren. Zwei Fachvorträge ergänzen den Auftritt: Bastian Majewski spricht am 27. Oktober von 13:50 bis 14:20 Uhr über „The Next Level Identity Opportunity: IT-Security im AI-Zeitalter neu gedacht”. Ingo Schubert, Field CTO bei RSA, folgt am 28. Oktober von 16:00 bis 16:30 Uhr mit „RSA Next Level Identity Security: Zero Trust, 100% Resilienz im AI-Zeitalter”. Beide Vorträge finden im Conference Room am ADN-Stand statt.

ADN und RSA sind in Halle 8 an den ADN-Ständen 8-316 und 8-424 zu finden. Weitere Informationen stehen unter www.adn.de/itsa2026 bereit.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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