Der Hamburger Softwarehersteller NovaStor integriert ab Juli die Unterstützung für Proxmox Virtual Environment in NovaStor DataCenter. Die Erweiterung ermöglicht agentenlose Backups von Proxmox-VMs und Clustern sowie granulare Wiederherstellungen und richtet sich an Unternehmen mit heterogenen IT-Umgebungen.

Der Backup-Spezialist NovaStor erweitert seine zentrale Backup- und Restore-Plattform NovaStor DataCenter um die native Unterstützung von Proxmox Virtual Environment (VE). Die neue Funktion wird ab Anfang Juli zunächst im Early-Access-Programm angeboten und Ende Juli allgemein verfügbar sein. Damit reagiert das Unternehmen auf die wachsende Bedeutung von Proxmox als Alternative zu etablierten Virtualisierungsplattformen.

Viele Unternehmen überprüfen derzeit ihre Virtualisierungsstrategien und suchen nach flexiblen Lösungen, die verschiedene Umgebungen einheitlich absichern können. NovaStor DataCenter richtet sich mit der Proxmox-Integration gezielt an diese Zielgruppe. Die Software unterstützt bereits VMware, Microsoft Hyper-V und Nutanix sowie weitere Plattformen und Anwendungen wie Microsoft 365, Active Directory, Exchange und gängige Datenbanken.

Die Integration umfasst agentenlose Backups von virtuellen Maschinen, die Sicherung ganzer Proxmox-Cluster sowie einzelner Hosts. Zudem sind granulare Wiederherstellungen bis auf Dateiebene möglich. Bestehende Backup-Strategien und Richtlinien bleiben unverändert nutzbar. Die Funktion ist Bestandteil der Standardlizenz.

NovaStor DataCenter ermöglicht die Datensicherung auf unterschiedliche Ziele – von lokalen Disk- und Tape-Systemen über Cloud-Speicher bis hin zu S3-kompatiblem Object Storage. Eine einheitliche Management-Oberfläche soll den administrativen Aufwand in heterogenen Umgebungen reduzieren und konsistente Prozesse gewährleisten.

Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg entwickelt und supportet seine Lösungen vollständig in Deutschland. „Viele Unternehmen überdenken derzeit ihre Virtualisierungsstrategie“, wird CEO Stefan Utzinger zitiert. Diese Aussage unterstützen auch die Analysten von Gartner, die erwarten, dass Unternehmen künftig stärker auf lokale Backup- und Storage Lösungen setzen. Die Proxmox-Unterstützung soll einen sicheren Übergang oder Parallelbetrieb ermöglichen, ohne zusätzliche Backup-Infrastrukturen aufbauen zu müssen.

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit Ende Juli wird die Proxmox-Integration für alle NovaStor-DataCenter-Kunden freigeschaltet. Die Erweiterung unterstreicht den Fokus des Herstellers auf Kompatibilität mit offenen und alternativen Virtualisierungslösungen.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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