Die Herausforderungen in Supply Chain und Human Capital Management bleiben auch 2024 vielfältig, prognostizieren Experten von Oracle.

Supply chain and human capital management challenges will remain diverse in 2024, Oracle experts predict.

Unternehmen müssen sich im Supply Chain Management (SCM) und im Human Capital Management (HCM) im nächsten Jahr Herausforderungen stellen. Die Digitalisierung kann dabei helfen.

Kürzlich hat der Sachverständigenrat Wirtschaft wieder sein Jahresgutachten zur konjunkturellen Lage in Deutschland veröffentlicht. Die fünf Wirtschaftsweisen identifizieren unter anderem die hohen Energiepreise, die Inflation und die Fachkräftesicherung als große Herausforderungen für die Industrie. Oracle, Anbieter von Anwendungen für die Bereiche Supply Chain Management (SCM) und Human Capital Management (HCM), erläutert, wie Unternehmen mit Hilfe digitaler Technologien die hohen Anforderungen effizienter bewältigen können.

Angesichts der Energiekrise müssen Unternehmen versuchen, hohe Beschaffungspreise durch Einsparungen an anderer Stelle zu kompensieren. Dies kann beispielsweise durch eine günstigere, weil automatisierte Produktion gelingen – Stichwort Smart Factory. Denn die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und Internet-of-Things-Anwendungen (IoT) eröffnet Einsparpotenziale. So liefern Sensoren in Maschinen und Gebäuden im Rahmen des IoT horizontale und vertikale Informationen in Echtzeit. Diese Transparenz hilft Unternehmen, Energieeinsparmöglichkeiten zu erkennen und ihre Energiepolitik zu optimieren – sowohl in Bezug auf interne als auch externe Prozesse. Durch die Nutzung von Cloud- und Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) können Unternehmen zudem auf den Betrieb eigener energieintensiver Rechenzentren verzichten.

Eine transparente Supply Chain und Planungstools helfen zudem, zukünftige Bedarfe abzuleiten und die operative, finanzielle und Nachhaltigkeitsplanung in Einklang zu bringen. Dies ist nicht zuletzt für die Nachhaltigkeitsberichterstattung hilfreich.

Resilienz und Agilität der Lieferkette weiter gefordert

Handlungsbedarf sieht der Sachverständigenrat auch vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und Handelsverflechtungen. Auch in dieser Hinsicht profitieren Unternehmen davon, eine transparente Supply Chain zu schaffen, etwa durch den Einsatz von Lagerverwaltungssystemen. Die Integration und Vernetzung der Lieferkette ist dabei ein Muss. Zum einen können Unternehmen so agiler auf mögliche Handelsembargos reagieren. Zum anderen ist eine digitalisierte und vernetzte Lieferkette Grundvoraussetzung, um gesetzliche ESG- und Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen.

Außerdem dürfen Unternehmen beim Bemühen, ihre Lieferketten mit den Mitteln der Digitalisierung resilienter aufzustellen, Verfügbarkeits- und Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lassen. Bei der Umsetzung einer Cybersecurity-Strategie spielen On-Prem-to-Cloud-Apps eine wichtige Rolle. Um die Ausfallsicherheit zu erhöhen, sind SaaS-Lösungen in der Cloud ein guter Weg.

Dem Fachkräftemangel begegnen 

Nicht nur Deutschland und nicht nur im Bereich der Supply Chain ist Fachkräftemangel ein Thema, das die Unternehmen schon länger bewegt. Auf die Supply Chain bezogen kann Prozessautomatisierung Abhilfe schaffen. Zudem unterstützen unternehmensübergreifende Transparenz und Planung dabei, zukünftige Bedarfe zu identifizieren. Doch moderne Human Capital Management-Lösungen sind bei der Bewältigung Herausforderung unabdingbar. Mit ihnen lassen sich entscheidende Anforderungen im Personalwesen besser bewältigen: die Anwerbung, Einstellung und Höherqualifizierung von Spitzenkräften, die Vermittlung von Wertschätzung, das Angebot effizienter HR-Dienstleistungen und agiles HR-Management.

Schon bei der Bewerbersuche können digitale und KI-gestützte Tools zum Beispiel helfen, ansprechende Tätigkeitsbeschreibungen zu erstellen. Da es immer schwieriger wird, die perfekten Kandidaten zu finden, spielt das Skill Management zunehmend eine entscheidende Rolle. So liefert eine KI-getriebene Skill-Datenbank nicht nur einen Überblick über die Qualifikationen eines Mitarbeiters, sie unterbreitet auch basierend auf dem Profil und der Unternehmensstrategie Weiterbildungsvorschläge.

Da Deutschland immer mehr auf einen Arbeitnehmermarkt zusteuert und die Unternehmen sich regelrecht um Fachkräfte bewerben, wird die Employee Experience immer wichtiger. Dazu gehört, der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern etwa durch flexibles Arbeiten und Wellbeing-Maßnahmen Ausdruck zu verleihen. Dazu gehören unter anderem schlanke, mitarbeiterfreundliche Prozesse etwa bei der Beantragung des Urlaubs mithilfe von Self Service-Tools. Gleichzeitig bieten solche Lösungen ebenso wie KI-gestütztes Skill Management die Voraussetzung für Kosteneinsparungen beim Human Resources Management (HR). Ebenso versetzen digitale HR-Tools Unternehmen in die Lage, agil auf Veränderungen – seien sie geopolitisch oder strategisch bedingt – wie Übernahmen oder Veräußerungen zu reagieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die grundlegenden Herausforderungen, denen Unternehmen sich in den vergangenen Jahren gegenübersahen, haben sich nicht geändert. Im Falle geopolitischer Unsicherheit und des Fachkräftemangels haben sie sich sogar verschärft. Mit Blick auf ihre Margen kommen Verantwortliche nicht umhin, die Möglichkeiten digitaler Technologien im Sinne der Prozessoptimierung für Lieferkette und das Personalwesen zu nutzen, um vor der Bugwelle zu bleiben.

Zitate:

„Geopolitische Umwälzungen, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsvorgaben und die Energiekrise on top. Die Herausforderungen im Supply Chain Management werden sich 2024 weiter verschärfen. Doch mit dem umfassenden Einsatz digitaler Technologien lassen sich durchaus resiliente, agile Lieferketten schaffen.”

Jürgen Hindler, Senior Manager Sales Development & Strategy – Supply Chain Management Oracle

„Mit dem Fachkräftemangel wandelt sich der Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt. Das stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, wenn sie für Bewerber und Mitarbeiter attraktiv sein wollen. Moderne, KI-gestützte HR-Tools ermöglichen eine Skill-getriebene Organisation mit digitalen HR-Services, entlasten dadurch Personalverantwortliche und helfen dem Unternehmen kosteneffizient höchste Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung zu erreichen.”

Manuel Egger, Director Solution Engineering (ERP, EPM, CX and HCM) & Business Development Germany Oracle

Companies will face challenges in supply chain management (SCM) and human capital management (HCM) in the coming year. Digitalization can help.

The German Council of Economic Experts recently published its annual report on the economic situation in Germany. The five economic experts cite high energy prices, inflation, and the availability of skilled workers as some of the biggest challenges facing industry. Oracle, a provider of supply chain management (SCM) and human capital management (HCM) applications, explains how companies can use digital technologies to meet these challenges more efficiently.

In the face of the energy crisis, companies must try to offset high procurement prices with savings elsewhere. One way to do this is through cheaper, automated production – the smart factory. The integration of artificial intelligence (AI) and Internet of Things (IoT) applications opens up potential savings. Sensors in machines and buildings provide real-time horizontal and vertical information as part of the IoT. This visibility helps companies identify energy savings opportunities and optimize their energy policies, both internally and externally. By using cloud and software-as-a-service (SaaS) solutions, companies can also avoid operating their own energy-intensive data centers.

A transparent supply chain and planning tools also help to anticipate future needs and harmonize operational, financial and sustainability planning. This also helps with sustainability reporting.

Supply chain resilience and agility still needed

The German Council of Economic Experts also sees a need for action in light of ongoing geopolitical tensions and trade disputes. Here, too, companies benefit from creating a transparent supply chain, for example through the use of warehouse management systems. Supply chain integration and networking is a must. On the one hand, companies can react more flexibly to possible trade embargoes. On the other hand, a digitized and networked supply chain is a prerequisite for complying with ESG and sustainability regulations.

In addition, companies cannot ignore availability and security issues as they seek to leverage digitalization to make their supply chains more resilient. On-prem to cloud applications play an important role in implementing a cybersecurity strategy. SaaS solutions in the cloud are a good way to increase reliability.

Tackling the skills shortage

 

Not only in Germany and not only in the supply chain, the shortage of skilled workers is an issue that has been affecting companies for some time. In the supply chain, process automation can help. In addition, cross-company visibility and planning can help identify future needs. However, modern human capital management solutions are essential to meet this challenge. They can be used to better manage key HR requirements: recruiting, hiring and developing top talent, communicating appreciation, providing efficient HR services and agile HR management.

For example, digital and AI-powered tools can help create compelling job descriptions at the sourcing stage. As it becomes increasingly difficult to find the perfect candidate, skills management plays an increasingly important role. An AI-driven skills database not only provides an overview of an employee’s qualifications, but also makes suggestions for further training based on the employee’s profile and the company’s strategy.

As Germany increasingly becomes a labor market, with companies literally competing for skilled workers, the employee experience is becoming more important. This includes valuing employees through flexible working and wellbeing measures. It also includes streamlined, employee-friendly processes, such as using self-service tools to request time off. At the same time, such solutions, as well as AI-powered skills management, provide the foundation for cost savings in human resources (HR). Digital HR tools also enable companies to be agile in response to changes, whether geopolitical or strategic, such as acquisitions or divestitures.

 

In summary, the fundamental challenges that companies have faced in recent years have not changed. In fact, they have become more acute in the face of geopolitical uncertainty and skills shortages. With an eye on their margins, managers have no choice but to embrace the opportunities offered by digital technologies to optimize supply chain and human resources processes in order to stay ahead of the bow wave.

Quotes:

„Geopolitical upheaval, skills shortages, sustainability requirements, and the energy crisis to boot. Supply chain management challenges will only intensify in 2024. But with the extensive use of digital technologies, resilient, agile supply chains can certainly be created.“

Juergen Hindler, Senior Manager Sales Development & Strategy – Supply Chain Management Oracle

„The skills shortage is transforming the employer market into an employee market. This poses new challenges for companies that want to be attractive to candidates and employees. Modern, AI-powered HR tools enable a skills-based organization with digital HR services, reducing the burden on HR managers and helping the company achieve maximum employer attractiveness and employee retention in a cost-effective manner.

Manuel Egger, Director Solution Engineering (ERP, EPM, CX and HCM) & Business Development Germany Oracle

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Dr. Jakob Jung is Editor-in-Chief of Security Storage and Channel Germany. He has been working in IT journalism for more than 20 years. His career includes Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (storage and data center) and ChannelBiz. He also freelances for numerous IT publications, including Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider and ZDnet. His main topics are channel, storage, security, data center, ERP and CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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