Datadobi, Anbieter für Data Storage Management Services aus Belgien, hat seine Plattform StorageMAP um eine Data-Access-Governance-Funktion ergänzt. Sie soll Unternehmen zeigen, wer Zugriff auf unstrukturierte Daten hat und ob dieser Zugriff mit internen Richtlinien übereinstimmt.

Datadobi hat seine StorageMAP-Plattform um Data-Access-Governance-Funktionen (DAG) erweitert. Die Funktion ist laut Unternehmensangaben ab sofort allgemein verfügbar und soll Unternehmen zeigen, wer Zugriff auf unstrukturierte Daten hat und ob dieser Zugriff den internen Richtlinien entspricht. Damit positioniert der Anbieter StorageMAP weiter als Intelligence- und Orchestrierungsebene für die Ermittlung, den Abgleich und die Operationalisierung von Daten in fragmentierten IT-Umgebungen.

Nach Darstellung von Datadobi können Unternehmen Daten, über die sie keine Übersicht und Kontrolle besitzen, weder verwalten noch schützen oder wirtschaftlich nutzen. Klassische Ansätze stießen angesichts wachsender KI-Anforderungen, zunehmender Cyber-Risiken und komplexer werdender Datenlandschaften an ihre Grenzen, so das Unternehmen.

Die neue DAG-Funktion soll Administratoren einen Überblick über Zugriffsberechtigungen in fragmentierten, unstrukturierten Datenumgebungen verschaffen. Sie zeigt, wer auf welche Daten zugreifen kann und ob dies im Einklang mit Unternehmens- und Sicherheitsrichtlinien steht. Damit lassen sich laut Datadobi falsch zugewiesene Berechtigungen erkennen, Cyber-Risiken verringern und Governance-Vorgaben im benötigten Umfang umsetzen. Das Unternehmen ordnet diese Transparenz als erste Stufe eines vierstufigen Modells ein, das auf den Prinzipien Transparenz, Verständnis, Entscheidung und Umsetzung aufbaut und darüber entscheidet, wie sicher Unternehmen auf Basis ihrer Daten handeln können.

Ergänzung bestehender Funktionen

DAG erweitert die vorhandenen StorageMAP-Funktionen für Ermittlung und Klassifizierung von Unternehmensdaten, Risikobewertung, Lebenszyklusmanagement und Bewertung der KI-Eignung. Laut Datadobi wurde die Funktion bereits von mehreren Beta-Kunden getestet, unter anderem für den Schutz sensibler Daten, die Schadensbegrenzung bei Datenschutzverletzungen, die Einhaltung von Aufbewahrungsfristen sowie das Risikomanagement bei Fusionen, Übernahmen und Unternehmensauflösungen.

Schnellere Reaktion auf Sicherheitsvorfälle

Nach Angaben von Datadobi fehlte frühen Kunden bislang ein umfassender Überblick darüber, welche kritischen Datensätze offengelegt und für wen zugänglich waren. Bei Audits und Sicherheitsvorfällen sei man daher häufig auf manuelle Prüfungen angewiesen gewesen. Mit der neuen Funktion sollen Unternehmen Daten mit zu weitreichenden Zugriffsrechten schneller identifizieren und Zugriffskontrollen überprüfen können. Für Unternehmen, die regulatorischen Vorgaben wie DSGVO, HIPAA oder PCI DSS unterliegen, soll DAG zudem die Transparenz liefern, um nachzuweisen, dass Zugriffskontrollen bestehen und wie vorgesehen funktionieren.

„Unstrukturierte Daten stehen heute im Mittelpunkt der größten Herausforderungen von Unternehmen, darunter KI-Bereitschaft, Cyber-Resilienz, Kostenkontrolle und Compliance“, wird Michael Jack, Mitgründer und Chief Revenue Officer von Datadobi, in der Mitteilung zitiert. Data Access Governance solle Teams die nötigen Einblicke geben, um nachzuvollziehen, wer Zugriff auf welche Daten habe, Risiken zu erkennen und Kontrolle über unstrukturierte Daten zu erlangen.

Datadobi wurde 2010 gegründet, ist privat finanziert und hat seinen Hauptsitz in Löwen, Belgien, mit weiteren Standorten in New York, Melbourne, Düsseldorf und London. Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter einer Intelligence- und Orchestrierungsebene für unstrukturierte Daten, die Unternehmen dabei unterstützen soll, in fragmentierten IT-Umgebungen Transparenz, Governance und Kontrolle über ihre Datenbestände zu erlangen.

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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