Der internationale Dachverband World Skate führt Dropbox Sign ein, um Vereinbarungen mit Athletinnen, Athleten und Mitgliedsverbänden digital zu unterzeichnen. Die Funktion ist per API in die Plattform Infinity eingebunden. Laut Verband sinkt der Verwaltungsaufwand um mehr als 100 Stunden pro Jahr.
Dropbox und World Skate haben eine Partnerschaft vereinbart. Der internationale Dachverband für Skateboarding und Rollsportarten World Skate will mit Dropbox Sign Vereinbarungen mit Athletinnen, Athleten und Mitgliedsverbänden weltweit elektronisch abwickeln. Über die Dropbox Sign API bindet er die Signaturfunktion direkt in Infinity ein, die zentrale Plattform für Athleten- und Eventmanagement. Die Nutzer durchlaufen den Vorgang laut Mitteilung im Design von World Skate.
Der Verband hat seinen Hauptsitz in Lausanne in der Schweiz. Ihm gehören nach eigenen Angaben rund 137 nationale Mitgliedsverbände an. Etwa 10.000 Athletinnen und Athleten nehmen jährlich an Weltmeisterschaften teil. World Skate vertritt unter anderem Skateboarding, Scootering, Freestyle-Skating, Speedskating, Rink- und Inlinehockey sowie Rollkunstlauf.
Ablauf in der Registrierung
Dokumente zu Veranstaltungsanforderungen, Vorschriften und Teilnahmevereinbarungen sollen Athletinnen, Athleten und Mitgliedsverbände künftig elektronisch unterzeichnen. Nach der Unterschrift gelangen die Dokumente samt Status zurück in Infinity. So kann World Skate Registrierungen innerhalb des übergreifenden Turnier-Workflows verwalten. Die Integration soll die Abläufe rund um Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele unterstützen.
Jim Rudall, Head of EMEA bei Dropbox, sieht in der Lösung eine einheitliche Möglichkeit, Vereinbarungen abzuschließen. Zugleich verbessere sie Transparenz, Sicherheit und Nachverfolgbarkeit für die Organisation. Es handelt sich um eine Einschätzung des Anbieters.
Weitere Abteilungen folgen
World Skate weitet den Einsatz von Dropbox Sign derzeit auf Personalwesen, Recht, Sponsoring und Finanzen aus. Vorgesehen sind Personaldokumente, rechtliche Vereinbarungen, kommerzielle Verträge mit Sponsoren und Partnern sowie Finanzdokumente, die eine Unterschrift erfordern. Die Teams sollen dadurch einen einheitlicheren Prozess von der Bearbeitung bis zum Abschluss erhalten und manuelle Übergaben zwischen Abteilungen vermeiden.
Bei der Umsetzung arbeitet der Verband mit Topix zusammen, einem Dropbox-Channel-Partner. Das Unternehmen konzentriert sich auf digitale Dokumenten- und Geschäftsprozesse und verfügt laut Mitteilung über langjährige Erfahrung in der Medien- und Kommunikationsbranche.
Einschätzung des Verbands
Präsident Sabatino Aracu verweist auf die Vielzahl an Vereinbarungen und Dokumenten, die der Verband mit seinem weltweiten Netzwerk aus Mitgliedsverbänden, Athleten, Veranstaltern und Partnern das ganze Jahr über verwaltet. Die Vereinbarung mit Dropbox solle diese Prozesse einfacher, schneller und effizienter machen und das weitere Wachstum unterstützen.
Elisabetta Mariani, Director of Operations, beschreibt den bisherigen Stand: Unterschriften liefen über einen separaten manuellen Prozess. Mit Dropbox Sign seien Dokumente leichter zu verwalten, nachzuverfolgen und wiederzufinden. Den administrativen Aufwand beziffert sie auf eine Ersparnis von mehr als 100 Stunden pro Jahr. Die Zahl stammt vom Verband und wurde nicht unabhängig geprüft.
Einordnung
Die Meldung zeigt ein verbreitetes Muster: Statt eines separaten Werkzeugs dient der Signaturdienst als Baustein einer bestehenden Fachplattform. In Infinity laufen Registrierung, Unterschrift und Dokumentenstatus zusammen, sodass der Verband den Stand einzelner Vorgänge an einer Stelle einsehen kann. Wie weit sich der Aufwand tatsächlich verringert, hängt vom Umfang der Nutzung und der Akzeptanz bei Athletinnen, Athleten und Verbänden ab. Konkrete Zeitpläne für die weiteren Abteilungen nennt der Verband nicht.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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