Mit der EPEAT-Registrierung seiner Switches und Wi-Fi-Access-Points schließt Extreme Networks eine Lücke im Nachhaltigkeitsnachweis für Netzwerkinfrastruktur. Für Unternehmen in regulierten Branchen bedeutet das: unabhängig geprüfte Daten als Grundlage für ESG-Berichterstattung und Beschaffungsentscheidungen.

Extreme Networks (Nasdaq: EXTR) hat für ausgewählte Netzwerkprodukte die Registrierung im EPEAT-Verzeichnis erhalten. Das Unternehmen ist damit nach eigenen Angaben der erste Anbieter im Enterprise-Networking-Segment, der diesen Schritt vollzieht. EPEAT – das Electronic Product Environmental Assessment Tool – wird vom Global Electronics Council verwaltet und gilt als international anerkanntes Umweltlabel für IT-Produkte.

Die Zertifizierung bewertet Hersteller anhand strenger Kriterien über den gesamten Produktlebenszyklus: Klimaauswirkungen, Ressourcennutzung, Einsatz von Chemikalien und Anforderungen an eine verantwortungsvolle Lieferkette werden dabei ebenso geprüft wie Aspekte der Kreislaufwirtschaft.

Zur EPEAT-Registrierung zugelassen wurden zunächst zwei Produktlinien: die 5420-Serie universeller Switches sowie die AP4020 Wi-Fi-7-Access-Points. Beide Lösungen lassen sich über die Plattform Extreme Platform ONE verwalten, die KI-gestützte Netzwerkfunktionen bereitstellt.

Bob Mitchell, Chief Executive Officer des Global Electronics Council, ordnet die Bedeutung des Schritts ein: Die Aufnahme der ersten Netzwerkprodukte von Extreme Networks in das EPEAT-Register sei ein wichtiger Schritt, um Unternehmen mehr Optionen für verantwortungsbewusste IT-Entscheidungen zu bieten. Da Netzwerktechnologien eine zentrale Rolle in der digitalen Infrastruktur spielen, sei es entscheidend, deren ökologische und soziale Auswirkungen gezielt zu verbessern.

Für Unternehmen in stark regulierten Sektoren – darunter öffentliche Verwaltung und Fertigung – kann die EPEAT-Registrierung ein relevanter Faktor in Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsberichten werden. Die Zertifizierung liefert unabhängig geprüfte Daten, die sich direkt in ESG-Berichte und Beschaffungsprozesse einspeisen lassen.

Katy Motiey, Chief Legal, Administrative & Sustainability Officer bei Extreme Networks, betont, dass Leistungsfähigkeit und Verantwortung keine Gegensätze sein müssten. Das Unternehmen will das Portfolio EPEAT-registrierter Produkte im laufenden Jahr weiter ausbauen und plant, auch neu erscheinende Hardware in das Verfahren einzubeziehen.

 

Von Jakob Jung

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM. Kontakt – Contact via Mail: jakob.jung@security-storage-und-channel-germany.de

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