Kaspersky erweitert seine MDR-Lösung um die Integration von Digital Footprint Intelligence: Geleakte Zugangsdaten werden künftig automatisch mit Sicherheitsereignissen korreliert, um Kontokompromittierungen früher zu erkennen. Hinzu kommen neue Transparenzfunktionen und erweiterte Plattformunterstützung für Linux-basierte Embedded-Systeme.

Kaspersky hat seine Lösung Kaspersky Managed Detection and Response (MDR) um mehrere Funktionen erweitert, die auf eine schnellere Erkennung und Untersuchung von Cyberbedrohungen abzielen. Im Zentrum steht die neue Integration von Digital Footprint Intelligence, einem Dienst, der Informationen zu geleakten Zugangsdaten sammelt. Diese Daten werden nun laut Unternehmensangaben automatisch und in Echtzeit mit Sicherheitsereignissen korreliert, um potenzielle Kontokompromittierungen frühzeitig zu erkennen.

Hintergrund der Erweiterung ist eine Verschiebung bei den Angriffsmethoden: Cyberkriminelle greifen laut Kaspersky zunehmend auf gestohlene oder geleakte Zugangsdaten zurück, anstatt Software-Schwachstellen auszunutzen. Nach Angaben des Unternehmens machen Angriffe mit gültigen Konten inzwischen ein Viertel aller initialen Angriffsvektoren aus. Da sich solche Aktivitäten häufig als reguläres Nutzerverhalten tarnen, gelten sie als vergleichsweise schwer zu identifizieren.

Durch die Verknüpfung von Digital-Footprint-Daten mit den Sicherheitsereignissen in Kaspersky MDR sollen Analysten kompromittierte Zugangsdaten gezielter mit laufenden Vorfällen in Verbindung bringen können. Das soll sowohl die Priorisierung von Vorfällen als auch das proaktive Threat Hunting nach Anzeichen für Kontoübernahmen unterstützen. Ziel ist es laut Kaspersky, Missbrauch von Konten früher zu erkennen und das Risiko unautorisierter Zugriffe zu senken, bevor daraus ein umfassender Angriff entsteht.

Digital Footprint Intelligence ist ein eigenständiger Kaspersky-Dienst, der das digitale Umfeld von Organisationen überwacht und unter anderem im Darknet sowie in einschlägigen Foren nach geleakten Unternehmens- und Zugangsdaten sucht. Durch die Anbindung an Kaspersky MDR fließen diese Informationen künftig direkt in den Erkennungsprozess der Sicherheitsanalysten ein, ohne dass Teams die beiden Dienste manuell abgleichen müssen. Kaspersky positioniert den Schritt als Reaktion auf eine sich kontinuierlich wandelnde Bedrohungslandschaft, in der Angreifer zunehmend legitime Zugangswege statt technischer Schwachstellen ausnutzen.

Zusätzlich zur Integration von Digital Footprint Intelligence führt Kaspersky neue Asset Status Notifications ein. Diese Benachrichtigungen sollen Administratoren informieren, sobald ein geschütztes Asset Aufmerksamkeit erfordert, etwa bei Problemen mit der Telemetrieerfassung oder der Konnektivität. Dadurch sollen sich entsprechende Störungen erkennen lassen, bevor sie die Überwachung beeinträchtigen. Ergänzend können Administratoren künftig die erwartete Anzahl an Hosts pro Mandant festlegen, was Serviceanbietern laut Kaspersky mehr Kontrolle über die Verteilung und Verwaltung von Lizenzen innerhalb ihres Kundenstamms geben soll.

Erweitert wurde außerdem die Plattformabdeckung: Kaspersky MDR unterstützt nun Kaspersky Embedded Systems Security für Linux 4.0, wodurch sich der MDR-Schutz auch auf Linux-basierte Embedded-Umgebungen erstreckt. Die aktuelle Version enthält den Angaben zufolge zudem mehrere kleinere Verbesserungen der Nutzerfreundlichkeit und der Plattform.

„Wir entwickeln unsere MDR-Lösung kontinuierlich weiter, um Unternehmen dabei zu unterstützen, komplexe Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und effektiver darauf zu reagieren“, wird Renat Turianov, MDR Product Owner bei Kaspersky, in der Mitteilung zitiert. Die Integration von Digital Footprint Intelligence biete Analysten eine zusätzliche Kontextebene, um Informationen über kompromittierte Zugangsdaten mit Sicherheitsereignissen zu verknüpfen und proaktiv nach Anzeichen für Kontoübernahmen zu suchen.

Kaspersky MDR ist Teil des Portfolios für verwaltete Sicherheitsdienste des Unternehmens und richtet sich an Organisationen, die eigene Erkennungs- und Reaktionskapazitäten mit externer Expertise ergänzen möchten. Der Dienst kombiniert automatisierte Erkennungstechnologien mit der Arbeit menschlicher Analysten, die verdächtige Aktivitäten einordnen und Handlungsempfehlungen aussprechen. Mit der Anbindung von Digital Footprint Intelligence sowie den neuen Transparenz- und Plattformfunktionen erweitert Kaspersky nach eigenen Angaben gezielt die Datengrundlage, auf der diese Analysen beruhen. Weitere Informationen zur Lösung stellt Kaspersky auf seiner Website bereit.

Von Carolina Heyder

Carolina Heyder ist Business Analyst und Moderatorin. Sie verfügt über langjährige Expertise über den deutschen und internationalen IT Markt.. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in renommierten Verlagshäusern wie WEKA-Fachmedien, Springer und Aspencore. Ob Text fürs Web oder Print, Audio oder Video. Am Laptop, vor dem Mikrofon oder der Kamera. Ob in Deutsch, Englisch oder Spanisch, Carolina Heyder ist in der IT-Welt Zuhause. Ihre Themenschwerpunkte sind Cybersecurity, Digitale Transformation, Nachhaltigkeit, Storage u. a. Kontakt – Contact via Mail: carolina.heyder@security-storage-und-channel-germany.com

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