Cato Networks hat Stephan von Gündell-Krohne zum Area Sales Director für den Enterprise-Vertrieb in Deutschland ernannt. Der bisherige Crowdstrike-Manager soll das Enterprise-Geschäft des SASE-Anbieters ausbauen und das Partnernetzwerk in der Region stärken.
Der Cybersicherheitsanbieter Cato Networks hat Stephan von Gündell-Krohne zum Area Sales Director für den Enterprise-Vertrieb in Deutschland ernannt. In dieser Position verantwortet er laut Unternehmensangaben den Ausbau des Enterprise-Geschäfts, die Neuausrichtung der Go-to-Market-Strategie sowie die Stärkung und Erweiterung des Enterprise-Partnernetzwerks in der Region. Stephan von Gündell-Krohne berichtet direkt an Tuncay Eren, Area Vice President für die Region Zentraleuropa bei Cato Networks.
Stephan von Gündell-Krohne wechselt von Crowdstrike zu Cato Networks. Bei dem Sicherheitsanbieter war er nach eigenen Angaben für den Vertrieb an Großunternehmen sowie für die Ausrichtung seines Teams auf die globale Vertriebsstrategie zuständig. Zuvor hatte er Führungspositionen bei Forescout, Palo Alto Networks und Cisco inne. Laut Mitteilung baute er in diesen Stationen Vertriebsorganisationen auf, etablierte Partnernetzwerke und führte Teams, die ihre Vorgaben übertrafen. Er verfügt über einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie einen Bachelor of Business Administration des International Institute of Management in Technology (iimt) in Freiburg in der Schweiz.
Der Personalwechsel erfolgt vor dem Hintergrund eines Marktes für Secure Access Service Edge (SASE), in dem neben Cato Networks auch Anbieter wie Palo Alto Networks, Zscaler und Cisco aktiv sind. Cato Networks wurde 2015 von Shlomo Kramer und Gur Shatz gegründet und hat seinen Hauptsitz in Tel Aviv. Das Unternehmen zählt zu den frühen Anbietern konvergenter SASE-Architekturen, die Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen über eine cloudbasierte Plattform bündeln. Nach einer Finanzierungsrunde im Oktober 2021 erreichte Cato Networks den Status eines sogenannten Unicorns; laut Angaben des Marktbeobachters Tracxn wurde das Unternehmen zuletzt im Sommer 2025 mit rund 4,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Marktforscher Gartner rechnet mit einem weltweiten SASE-Markt, der bis 2028 mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 26 Prozent auf etwa 28,5 Milliarden US-Dollar steigen soll; die Neubesetzung fällt damit in eine Phase, in der laut Gartner auch der Wettbewerb unter den Anbietern zunimmt. Unabhängig überprüfbare Zahlen zum aktuellen Kundenstamm von Cato Networks in Deutschland liegen nicht vor.
Zur Personalie äußerte sich Tuncay Eren: „Wir freuen uns sehr, dass Stephan unser Team in dieser entscheidenden Phase für die Branche und die Entwicklung von Cato Networks verstärkt“, wird er in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen habe in der Region bereits Wachstum erzielt und positive Kundenresonanz auf die SASE-Plattform erhalten, so Eren weiter. Kunden schätzten laut Eren die Benutzerfreundlichkeit der Cloud-Plattform in Verbindung mit deren Sicherheitsfunktionen sowie regelmäßige Updates, die vor aktuellen Cyberbedrohungen schützen sollen. Eren äußerte zudem die Erwartung, dass von Gündell-Krohne gemeinsam mit den Partnern zum künftigen Wachstum des Unternehmens beitragen werde.
Stephan von Gündell-Krohne selbst begründet den Wechsel mit der Marktentwicklung: „Der Wechsel zu Cato Networks zum jetzigen Zeitpunkt ist für mich ein logischer Karriereschritt“, erklärt er laut Mitteilung. Angesichts des Aufkommens autonom agierender KI-Systeme benötigten Unternehmen eine konvergente Cybersicherheitsplattform, die für moderne Bedrohungen ausgelegt sei, so Stephan von Gündell-Krohne weiter. Gemeinsam mit seinem Team und den Partnern wolle er Unternehmen in Deutschland dabei unterstützen, vom Angebot von Cato Networks zu profitieren und sich in einer zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft zu schützen.
Cato Networks beschreibt sich selbst als Anbieter von SASE- und KI-Sicherheitslösungen mit Zero-Trust-Zugang für Kunden weltweit. Die Cato SASE Platform kombiniert nach Unternehmensangaben Netzwerk-, Sicherheits- und Zugriffsfunktionen für Cloud- und Hybridumgebungen über die firmeneigene Cato Cloud, die dem Unternehmen zufolge modular erweiterbar ist. Cato Networks positioniert die Plattform als Alternative zu Ansätzen, die einzelne Sicherheits- und Netzwerkkomponenten separat verwalten. Cato Networks dürfte die Neubesetzung nutzen, um seine Enterprise- und Partnerstrategie in Deutschland weiter auszubauen.

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
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