| Der Bremer Softwareanbieter IGEL setzt auf ein manipulationsresistentes Linux-Betriebssystem und holt mit Peter Goldbrunner einen erfahrenen Manager für den deutschsprachigen Markt. | Bremen-based software provider IGEL relies on a tamper-resistant Linux operating system and has brought on board Peter Goldbrunner, an experienced manager for the German-speaking market. |
Veraltete Betriebssysteme, unkontrollierte KI-Nutzung und wachsende Schatten-IT machen Endgeräte zum bevorzugten Einfallstor für Cyberkriminelle. IGEL Technology aus Bremen reagiert mit einem präventiven Sicherheitsansatz und verstärkt seine DACH-Organisation mit Peter Goldbrunner als neuem Vice President DACH.
Millionenschäden durch Angriffe auf EndgeräteDie Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2024 waren weltweit 66 Prozent der Unternehmen von Cyberangriffen betroffen. Der durchschnittliche Schaden pro Vorfall lag bei 1,8 Millionen US-Dollar. Doch trotz dieser Dimension bleibt das Thema in vielen Unternehmen tabu – die Betroffenen reden ungern darüber. Dabei ist das bevorzugte Einfallstor für Angreifer seit Jahren bekannt: Endgeräte. Desktop-Rechner, Thin Clients und Steuerungssysteme in Produktion und Logistik weisen bekannte wie auch bisher unentdeckte Sicherheitslücken auf. Auf vielen dieser Geräte laufen Betriebssystemversionen, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt – ein Risiko, das sich in der Praxis kaum beherrschen lässt. Von diesen Schwachstellen aus arbeiten sich Angreifer unbemerkt durch das Netzwerk vor, bis sie Zugang zu sensiblen Daten haben. Die Folgen reichen von Diebstahl über Erpressung bis zur gezielten Datenlöschung. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen weder die personellen noch die technischen Ressourcen besitzen, um diese Risiken wirksam zu begrenzen. Eine zusätzliche Gefahr entsteht durch den unkontrollierten Einsatz von KI-Werkzeugen am Arbeitsplatz. Wer sensible Informationen in öffentliche Sprachmodelle eingibt, riskiert, dass diese Daten in Trainingsdatensätzen landen – und damit potenziell auch Cyberkriminellen zugänglich werden. Diese nutzen KI ihrerseits, um täuschend echte Phishing-Mails und gefälschte Dokumente zu erzeugen, die selbst erfahrene Nutzer nicht mehr als solche erkennen können. Neuer Verantwortlicher für den deutschsprachigen MarktIGEL Technology, ein in Bremen ansässiger Softwareanbieter mit Wurzeln im Thin-Client-Geschäft, hat Peter Goldbrunner zum Vice President DACH ernannt. Der Manager ist bereits seit Oktober 2025 im Unternehmen und treibt seitdem die Neupositionierung als Anbieter eines sicheren Client-Betriebssystems voran. Goldbrunner bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der IT-Branche mit, die er in verschiedenen Managementfunktionen gesammelt hat – zuletzt als Vice President und General Manager Central Europe beim Infrastrukturspezialisten Nutanix. Davor leitete er als Country Manager Germany das Deutschland-Geschäft von Citrix und war als Vice President Central and Southern Europe bei RES Software tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Virtualisierung, Software-Infrastruktur und dem Management komplexer IT-Umgebungen. „Cyberangriffe entwickeln sich immer häufiger zum Existenzrisiko für Unternehmen”, sagt Goldbrunner. „Kommt es zu einem Vorfall, sind sie oftmals gezwungen, den Zugang zu Unternehmensanwendungen von den Endgeräten aus zu sperren. Damit kommt die Geschäftstätigkeit zum Stillstand – nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in Produktion und Logistik.” Präventiver Ansatz statt reaktiver AbsicherungIGEL Technology begegnet dem Problem mit dem sogenannten Preventative Security Model (PSM). Grundlage ist das gehärtete Betriebssystem IGEL OS, das auf Linux basiert und so konzipiert ist, dass es sich praktisch nicht manipulieren lässt. Angriffe sollen bereits im Ansatz scheitern, bevor Schadsoftware sich im System festsetzen kann. Ein besonderes Merkmal: IGEL OS lässt sich auch auf bereits kompromittierten Geräten ausführen und kann so die Ausbreitung von Schadsoftware im Netzwerk unterbinden. Gleichzeitig bleiben zentrale Unternehmensanwendungen über die gesicherten Endgeräte erreichbar – der Geschäftsbetrieb läuft auch im Ernstfall weiter. Da das System nur geringe Hardwareressourcen benötigt, verlängert es die Nutzungsdauer älterer Geräte und senkt deren Stromverbrauch – ein Aspekt, der Unternehmen auch bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen zugutekommen kann. Ein integrierter Hypervisor ermöglicht zusätzlich den Betrieb von Gastbetriebssystemen, die etwa in der Fertigung häufig noch unverzichtbar sind. Die Verwaltung erfolgt zentral über eine Managementlösung, mit der sich beliebig viele Endgeräte aus der Ferne einrichten, aktualisieren und überwachen lassen. Der Übergang vom Hardwarehersteller zum Softwareanbieter, den IGEL Technology in den vergangenen Jahren vollzogen hat, spiegelt einen branchenweiten Trend wider: In Zeiten von Hyperkonvergenz, Container-Technologien und KI-Integration rückt Software in den Mittelpunkt – während Hardware zunehmend zur austauschbaren Komponente wird. |
Outdated operating systems, uncontrolled AI usage, and growing shadow IT make endpoints the preferred entry point for cybercriminals. IGEL Technology from Bremen is responding with a preventive security approach and is strengthening its DACH organization with Peter Goldbrunner as the new Vise President DACH.
Millions in damages from attacks on end devices The numbers are alarming: In 2024, 66 percent of companies worldwide were affected by cyberattacks. The average damage per incident was 1.8 million US dollars. But despite this scale, the topic remains taboo in many companies – those affected are reluctant to talk about it. The preferred entry point for attackers has been known for years: end devices. Desktop computers, thin clients, and control systems in production and logistics exhibit both known and previously undiscovered security vulnerabilities. Many of these devices run operating system versions for which the manufacturer no longer provides security updates – a risk that is hardly manageable in practice. From these vulnerabilities, attackers work their way thru the network unnoticed until they gain access to sensitive data. The consequences range from theft and extortion to targeted data deletion. Compounding the problem is the fact that many companies lack both the personnel and technical resources to effectively mitigate these risks. An additional danger arises from the uncontrolled use of AI tools in the workplace. Anyone who inputs sensitive information into public language models risks having that data end up in training datasets – and thus potentially accessible to cybercriminals. They, in turn, use AI to create deceptively realistic phishing emails and fake documents that even experienced users can no longer recognize as such. New Head for the German-Speaking Market IGEL Technology, a software provider based in Bremen with roots in the thin-client business, has appointed Peter Goldbrunner as Vise President DACH. The manager has been with the company since October 2025 and has since been driving the repositioning as a provider of a secure client operating system. Before that, he managed Citrix’s business in Germany as Country Manager and served as Vise President Central and Southern Europe at RES Software. His focus is on virtualization, software infrastructure, and the management of complex IT environments. „Cyberattacks are increasingly becoming an existential risk for companies,“ says Goldbrunner. „If an incident occurs, they are often forced to block access to corporate applications from the end devices.“ This brings business operations to a standstill – not only in administration but also in production and logistics.“ Preventive approach instead of reactive security IGEL Technology addresses the problem with the so-called Preventative Security Model (PSM). The basis is the hardened operating system IGEL OS, which is based on Linux and designed in such a way that it is practically impossible to manipulate. Attacks are supposed to fail at the outset, before malware can settle into the system. A special feature: IGEL OS can also be run on already compromised devices, thereby preventing the spread of malware within the network. At the same time, central corporate applications remain accessible thru the secured devices – business operations continue even in critical situations. Since the system requires only minimal hardware resources, it extends the lifespan of older devices and reduces their power consumption – an aspect that can also benefit companies in achieving sustainability goals. An integrated hypervisor additionally enables the operation of guest operating systems, which are often still indispensable in manufacturing, for example. Management is done centrally thru a management solution, which allows any number of end devices to be set up, updated, and monitored remotely. The transition from hardware manufacturer to software provider that IGEL Technology has undergone in recent years reflects an industry-wide trend: In times of hyper-convergence, container technologies, and AI integration, software is coming to the forefront – while hardware is increasingly becoming an interchangeable component |
Carolina Heyder ist ist Business Analyst und Moderatorin. Sie verfügt über langjährige Expertise über den deutschen und internationalen IT Markt.. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in renommierten Verlagshäusern wie WEKA-Fachmedien, Springer und Aspencore. Ob Text fürs Web oder Print, Audio oder Video. Am Laptop, vor dem Mikrofon oder der Kamera. Ob in Deutsch, Englisch oder Spanisch, Carolina Heyder ist in der IT-Welt Zuhause. Ihre Themenschwerpunkte sind Cybersecurity, Digitale Transformation, Nachhaltigkeit, Storage u. a.
Carolina Heyder is Editor-in-Chief of Security Storage and Channel Germany as well as a business analyst and presenter. She has many years of experience at renowned publishing houses such as WEKA-Fachmedien, Springer and Aspencore. Whether text for the web or print, audio or video. On the laptop, in front of the microphone or the camera. Whether in German, English or Spanish, Carolina Heyder is at home in the IT world. Her main topics are cybersecurity, digital transformation, sustainability, storage and others.
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