| Auf der .NEXT On Tour in Darmstadt präsentiert Nutanix seine Deutschlandstrategie mit erweiterten Teams, neuen Partnerschaften und langfristigen Verträgen. | At .NEXT On Tour in Darmstadt, Nutanix presented its strategy for Germany, which includes expanded teams, new partnerships, and long-term contracts. |
| Mit deutlich mehr Teilnehmern als im Vorjahr hat Nutanix seine .NEXT On Tour im darmstadtium veranstaltet. Das Event markiert einen strategischen Wendepunkt für den Hyperconverged-Infrastructure-Anbieter in Deutschland: Thomas Herrguth, General Manager DACH, kündigte eine umfassende Neuausrichtung der deutschen Organisation an.
Neuordnung der DACH-Region Seit Anfang dieses Jahres formt Herrguth das deutsche Team grundlegend um. „Wir wollen fokussierter arbeiten“, erklärte Herrguth vor Journalisten. Besonders stolz zeigt er sich auf den Ausbau des Sales-Engineering-Teams und den geplanten massiven Aufbau von Technical Account Managern (TAM). Die TAMs sollen als technische Vertrauenspersonen fungieren und nicht im Vertrieb tätig sein. „Ich möchte noch viel mehr TAMs“, betonte Herrguth. Das Ziel: Eine zweistellige Anzahl dieser Spezialisten, die proaktiv mit Kunden arbeiten und als Brücke zum Management dienen. Auch Partner sollen von den TAMs profitieren, die einen direkten Draht zur Unternehmensführung haben. VMware-Migration als Chance Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat für Nutanix neue Chanconen eröffnet. Christine Hensel, Director Systems Engineering, formulierte es klar: „Das Broadcom-Konzept deckt sich nicht mit meinem. Wir wollen Kunden eine neue Heimat bieten.“ Nutanix setzt dabei auf langfristige Partnerschaften statt kurzfristiger Deals. Ein zentrales Instrument sind Zehnjahresverträge, die Planungssicherheit bieten sollen. Die Sparkasse Finanzgruppe hat bereits einen solchen Vertrag abgeschlossen. „Das größte Risiko für Kunden sind die Laufzeiten der alten Anbieter“, erklärte Herrguth. Nutanix bietet deshalb kostenfreie Migrationssoftware an, um die doppelte Lizenzbelastung während der Übergangszeit zu vermeiden. Zwei Cloud Economists im Team führen ROI-Betrachtungen durch und erklären Kunden das Nutanix-Konzept. Die Migration erfolgt gemeinsam mit Partnern, wobei Deal Registrations für langfristige Kunden Partner schützen sollen. Erfolgsgeschichten aus der Praxis Die Veranstaltung zeigte konkrete Erfolgsbeispiele: Arvato ist seit zehn Jahren Nutanix-Kunde und hat seine Hyperconverged Infrastructure kontinuierlich ausgebaut. Services wurden migriert, die Skalierung über Länder hinweg erfolgte ohne Ausfälle. Besonders beeindruckend: 24 Prozent Energiekosten wurden im Rechenzentrum eingespart. „Kein VMware mehr, der Umstieg war problemlos“, berichtete der Arvato-Vertreter. Ein weiterer Kunde führte Nutanix AHV nach dem Ende von Citrix XenServer ein. Die Vorteile: Single Point of View, schnellere interne Bereitstellung (nach 15 Minuten abgeschlossen) und weniger Aufwand. „Wir haben deutlich mehr Bewerber, junge Leute wollen mehr ausprobieren“, so der Kunde. Technologie-Roadmap: KI und Kubernetes im Fokus Avinash Shetty präsentierte die technologische Ausrichtung auf drei Säulen: Infrastruktur modernisieren, Apps einmal bauen und Agentic AI. Die HCI-Basis wird erweitert: Dell PowerFlex kam 2023, Pure Storage folgt Ende 2025, Flashstack 2026 und Dell PowerStore sind für 2026 angekündigt. Das Ökosystem umfasst mittlerweile AWS (seit 2020), Azure (2022) sowie Google Cloud und OVH Cloud. Pro Quartal kommen über 700 neue Kunden hinzu. Mit Nutanix Central entsteht ein Management-Framework als One-Stop-Shop mit globalen Policies ohne menschliche Interaktion. Für Container-Umgebungen entwickelt Nutanix mit NDK (Nutanix Data for Kubernetes) eine Abstraktionsschicht. Im KI-Bereich kooperiert das Unternehmen mit Nvidia: Shared Inference Services für Agentic AI mit Nvidia NIM und Nemo Embedding für Guardrails sollen Einfachheit, Effizienz und Sicherheit bieten. Strategische Partnerschaften Mehrere neue Partnerschaften wurden vorgestellt: Mit Omnissa für Cross-Cloud-Szenarien, mit Pure Storage für Daten und KI sowie mit Nvidia für KI-Lösungen. Die Nvidia-Partnerschaft ist erst drei Wochen alt, wurde aber bereits schnell umgesetzt. Besonders bedeutend sind die Channel-Partnerschaften mit der Telekom und TD Synnex. Silvia Niederfahrenhorst, Channel-Chefin, stellte den neuen Service Provider Track vor. TD Synnex fungiert als Aggregator für Managed Service Provider, während die Telekom mit T-Cloud auf KMU fokussiert. Andreas Eisenreich von der Telekom betonte die hybride Strategie: „Es passt nicht alles in die Cloud. Wir müssen besser zuhören.“ T-Cloud soll ab Q2 2026 mit einer Einstiegslösung zu 69 Euro monatlich starten – „ähnlich wie eine Fritz!Box im Intranet“, so Eisenreich. Die Open Telekom Cloud mit Rechenzentren in Magdeburg, den Niederlanden und der Schweiz wird um Nutanix-Lösungen erweitert. Marcus Greber von TD Synnex sieht großes Potenzial: „Nutanix hatte vorher keinen Fokus auf MSP. Wir als TD Synnex sehen hier Mehrwert.“ Bereits am Eventtag fanden sieben Gespräche mit potenziellen Resellern und MSPs statt. TD Synnex hat zehn Mitarbeiter in Deutschland für Nutanix abgestellt. Nähe zu US-Entscheidern Herrguth betont die enge Bindung zur US-Zentrale: Der CEO engagiert sich persönlich für Deutschland, große Kunden wie Bosch und die Finanzgruppe Info sind bereits im Board in den USA vertreten. In Deutschland werden zunehmend Entwicklungspartnerschaften mit den USA etabliert. Die Entwicklerteams in München und Berlin können Produkte mitgestalten, Customer Visits finden an beiden Standorten statt. Für Großkunden wurde kürzlich das Projekt mit der Finanzgruppe Info über 148.000 Cores gestartet – es soll in Time und Budget abgeschlossen werden. Der Kunde dient bereits als Referenz. Ausblick Nutanix richtet sich kulturell neu aus: „Einzelkämpfer helfen nicht, wir wollen eine starke Gemeinschaft bilden“, so Herrguth. Wöchentliche Management-Meetings in Deutschland sollen jede Führungskraft einbinden. Customer Advisory Boards für Partner und Kunden sind geplant, 2026 eines in Deutschland mit US-Managern für 15 bis 20 Kunden. Die nächste große Veranstaltung findet vom 7. bis 9. April in Chicago statt. In Deutschland will Nutanix 2025 auf zahlreichen Messen präsent sein, allerdings stärker fokussiert als bisher. Ein mobiler Nutanix-Stand mit Hardware für Hausmessen wurde gerade gestartet. Die öffentliche Hand rückt verstärkt in den Fokus: Horst Roberts leitet den Public-Sector-Bereich. Digitale Souveränität wird als Kernthema adressiert. „Wir müssen ins Herz der Unternehmen, Ängste nehmen und mit erfolgreichen Projekten belegen“, fasste Herrguth die Strategie zusammen. |
With significantly more participants than last year, Nutanix hosted its .NEXT On Tour at the darmstadtium. The event marks a strategic turning point for the hyperconverged infrastructure provider in Germany: Thomas Herrguth, General Manager DACH, announced a comprehensive realignment of the German organization.
Reorganization of the DACH region Since the beginning of this year, Herrguth has been fundamentally reshaping the German team. “We want to work in a more focused way,” Herrguth explained to journalists. He is particularly proud of the expansion of the sales engineering team and the planned massive increase in technical account managers (TAMs). The TAMs are to act as trusted technical advisors and not be involved in sales. “I want many more TAMs,” Herrguth emphasized. The goal is to have double-digit numbers of these specialists working proactively with customers and serving as a bridge to management. Partners will also benefit from the TAMs, who have a direct line to company management. VMware migration as an opportunity Broadcom’s acquisition of VMware has opened up new opportunities for Nutanix. Christine Hensel, Director of Systems Engineering, put it clearly: “The Broadcom concept does not coincide with mine. We want to offer customers a new home.” Nutanix focuses on long-term partnerships instead of short-term deals. A key instrument are ten-year contracts, which are intended to provide planning security. The Sparkasse Finanzgruppe has already signed such a contract. “The biggest risk for customers is the terms of the old providers,” explained Herrguth. Nutanix therefore offers free migration software to avoid double licensing costs during the transition period. Two cloud economists on the team perform ROI analyses and explain the Nutanix concept to customers. Migration is carried out together with partners, with deal registrations designed to protect long-term customer partners. Success stories from practice The event showcased concrete examples of success: Arvato has been a Nutanix customer for ten years and has continuously expanded its hyperconverged infrastructure. Services were migrated and scaling across countries took place without any downtime. Particularly impressive: 24 percent of energy costs were saved in the data center. “No more VMware, the switch was easy,” reported the Arvato representative. Another customer introduced Nutanix AHV after the end of Citrix XenServer. The advantages: single point of view, faster internal deployment (completed in 15 minutes), and less effort. “We have significantly more applicants; young people want to try more,” said the customer. Technology roadmap: Focus on AI and Kubernetes Avinash Shetty presented the technological focus on three pillars: modernizing infrastructure, building apps once, and Agentic AI. The HCI base is being expanded: Dell PowerFlex arrived in 2023, Pure Storage will follow at the end of 2025, Flashstack 2026, and Dell PowerStore are announced for 2026. The ecosystem now includes AWS (since 2020), Azure (2022), Google Cloud, and OVH Cloud. Over 700 new customers are added each quarter. Nutanix Central is creating a management framework as a one-stop shop with global policies without human interaction. Nutanix is developing an abstraction layer for container environments with NDK (Nutanix Data for Kubernetes). In the AI sector, the company is cooperating with Nvidia: Shared Inference Services for Agentic AI with Nvidia NIM and Nemo Embedding for Guardrails are designed to offer simplicity, efficiency, and security. Strategic partnerships Several new partnerships were announced: with Omnissa for cross-cloud scenarios, with Pure Storage for data and AI, and with Nvidia for AI solutions. The Nvidia partnership is only three weeks old, but has already been implemented quickly. The channel partnerships with Telekom and TD Synnex are particularly significant. Silvia Niederfahrenhorst, Head of Channel, presented the new Service Provider Track. TD Synnex acts as an aggregator for managed service providers, while Telekom focuses on SMEs with T-Cloud. Andreas Eisenreich from Telekom emphasized the hybrid strategy: “Not everything fits in the cloud. We need to listen more carefully.” T-Cloud is set to launch in Q2 2026 with an entry-level solution costing €69 per month – “similar to a Fritz!Box on the intranet,” according to Eisenreich. The Open Telekom Cloud, with data centers in Magdeburg, the Netherlands, and Switzerland, will be expanded to include Nutanix solutions. Marcus Greber from TD Synnex sees great potential: “Nutanix did not previously focus on MSPs. We at TD Synnex see added value here.” Seven meetings with potential resellers and MSPs took place on the day of the event. TD Synnex has assigned ten employees in Germany to Nutanix. Proximity to US decision-makers Herrguth emphasizes the close ties to the US headquarters: The CEO is personally committed to Germany, and major customers such as Bosch and the Info financial group are already represented on the board in the US. In Germany, development partnerships with the US are increasingly being established. The development teams in Munich and Berlin can help design products, and customer visits take place at both locations. For major customers, the project with the Info financial group was recently launched with 148,000 cores – it is scheduled to be completed on time and within budget. The customer already serves as a reference. Outlook Nutanix is realigning itself culturally: “Lone wolves don’t help; we want to form a strong community,” says Herrguth. Weekly management meetings in Germany are intended to involve every executive. Customer advisory boards for partners and customers are planned, with one in Germany in 2026 with US managers for 15 to 20 customers. The next major event will take place in Chicago from April 7 to 9. In Germany, Nutanix plans to be present at numerous trade fairs in 2025, but with a stronger focus than before. A mobile Nutanix booth with hardware for in-house exhibitions has just been launched. The public sector is increasingly becoming the focus: Horst Roberts heads the public sector division. Digital sovereignty is addressed as a core issue. “We have to get to the heart of companies, allay fears, and prove ourselves with successful projects,” Herrguth summarized the strategy. |

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
Dr. Jakob Jung is Editor-in-Chief of Security Storage and Channel Germany. He has been working in IT journalism for more than 20 years. His career includes Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (storage and data center) and ChannelBiz. He also freelances for numerous IT publications, including Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider and ZDnet. His main topics are channel, storage, security, data center, ERP and CRM.
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