| Der CAD-Daten-Universalkonverter 3D_Evolution 4.9 analysiert semantische Strukturen und erkennt frühzeitig Fehler in der digitalen Prozesskette. | CAD data universal converter 3D_Evolution analyzes semantic structures and detects errors early in the digital process chain. |
| Der Softwarehersteller CoreTechnologie aus Mömbris/Unterfranken hat seinen CAD-Daten-Universalkonverter 3D_Evolution in der Version 4.9 um eine Funktion zur Prüfung semantischer Produktfertigungsinformationen (PMI) erweitert. Damit können Anwender erstmals überprüfen, ob beim Austausch von 3D-Modellen zwischen verschiedenen CAD-Systemen alle fertigungsrelevanten Informationen erhalten bleiben.
Produktfertigungsinformationen umfassen Bemaßungen, Toleranzen, Oberflächenangaben und weitere technische Spezifikationen, die für die Fertigung eines Bauteils notwendig sind. Während diese Informationen in vielen 3D-Modellen bereits grafisch dargestellt werden, fehlt häufig die zugrunde liegende semantische Struktur. Das bedeutet: Die Daten sind zwar sichtbar, aber nicht automatisch auswertbar. Automatische Analyse deckt Lücken auf Die neue Software analysiert, ob alle vom Konstrukteur erzeugten PMI tatsächlich semantisch definiert sind. Sie prüft, ob auswertbare textuelle Informationen vorhanden sind oder ob es sich lediglich um visuelle Annotationen handelt. Zusätzlich wird untersucht, auf welche Flächen oder Geometrie-Elemente sich die PMI beziehen. Fehler, Inkonsistenzen oder unvollständige Definitionen lassen sich so frühzeitig erkennen. Ein zentrales Merkmal der Software ist der direkte Vergleich zwischen originalen CAD-Daten und konvertierten Modellen. Anwender können damit nachvollziehen, ob PMI beim Datenaustausch vollständig und korrekt übertragen wurden. Dies ist besonders in heterogenen CAD-Landschaften relevant, in denen unterschiedliche Systeme wie CATIA V5, Creo, Solidworks oder NX zum Einsatz kommen. Konvertierung in neutrale Formate Der Konverter übersetzt PMI aus nativen CAD-Systemen in neutrale Formate wie STEP AP 242 Edition 3 oder JT. Diese standardisierten Formate ermöglichen den systemübergreifenden Austausch von 3D-Daten ohne proprietäre Abhängigkeiten. Die Software unterstützt insgesamt 42 Schnittstellenformate und deckt damit gängige CAD-, 3D-Printing- und VR-Formate ab. Eine weitere Funktion ist die Konvertierung von PMI in 3D-PDF-Dokumente. Diese enthalten die im CAD-System definierten 3D-Ansichten und stellen funktionale Bemaßungen, Toleranzen, Schnitte und Kommentare dar. Die Dokumente können mit frei verfügbaren PDF-Viewern geöffnet werden und ersetzen klassische 2D-Zeichnungen. Gespeicherte Ansichten ermöglichen eine filterbare Darstellung der Informationen für Fertigung, Montage und Qualitätssicherung. Grundlage für Model Based Definition Die Entwicklung adressiert Herausforderungen bei der Einführung der Model Based Definition (MBD). Dieser Ansatz sieht vor, dass das 3D-Modell die einzige gültige Produktdefinition darstellt und traditionelle 2D-Zeichnungen ersetzt. Voraussetzung dafür ist, dass alle fertigungsrelevanten Informationen vollständig und semantisch korrekt im 3D-Modell hinterlegt sind. Die Prüfung semantischer PMI soll Vertrauen in den digitalen Zwilling als zentrale Datenquelle schaffen. Durch die automatisierte Analyse und den Vergleich von Daten wird die Datenqualität erhöht und die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen verbessert. Dies bildet die Grundlage für durchgängige digitale Prozessketten in Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung. Hintergrund: Model Based Definition (MBD) bezeichnet die Methode, alle produktrelevanten Informationen direkt im 3D-Modell zu hinterlegen. Semantische PMI sind maschinell auswertbare Produktfertigungsinformationen, die über reine grafische Darstellungen hinausgehen und strukturierte Daten enthalten. |
German software manufacturer CoreTechnologie based in Mömbris/Lower Franconia has expanded its CAD data universal converter 3D_Evolution in version 4.9 with a function for checking semantic Product Manufacturing Information (PMI). This allows users to check for the first time whether all manufacturing-relevant information is retained when exchanging 3D models between different CAD systems.
Product manufacturing information includes dimensions, tolerances, surface specifications, and other technical details necessary for the production of a component. While this information is already graphically represented in many 3D models, the underlying semantic structure is often missing. This means: The data is visible, but not automatically analyzable. Automatic analysis reveals gaps The new software analyzes whether all PMIs generated by the designer are indeed semantically defined. It checks whether evaluable textual information is present or if it is merely visual annotations. Additionally, it is examined which surfaces or geometry elements the PMI refer to. Errors, inconsistencies, or incomplete definitions can be detected early on. Conversion to neutral formats The converter translates PMI from native CAD systems into neutral formats such as STEP AP 242 Edition 3 or JT. These standardized formats enable cross-system exchange of 3D data without proprietary dependencies. The software supports a total of 42 interface formats, covering common CAD, 3D printing, and VR formats. Background Model Based Definition (MBD) refers to the method of embedding all product-relevant information directly in the 3D model. Semantic PMI are machine-readable product manufacturing information that goes beyond mere graphical representations and contains structured data. |

Dr. Jakob Jung ist Chefredakteur Security Storage und Channel Germany. Er ist seit mehr als 20 Jahren im IT-Journalismus tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (Storage und Datacenter) sowie ChannelBiz. Darüber hinaus ist er für zahlreiche IT-Publikationen freiberuflich tätig, darunter Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider und ZDnet. Seine Themenschwerpunkte sind Channel, Storage, Security, Datacenter, ERP und CRM.
Dr. Jakob Jung is Editor-in-Chief of Security Storage and Channel Germany. He has been working in IT journalism for more than 20 years. His career includes Computer Reseller News, Heise Resale, Informationweek, Techtarget (storage and data center) and ChannelBiz. He also freelances for numerous IT publications, including Computerwoche, Channelpartner, IT-Business, Storage-Insider and ZDnet. His main topics are channel, storage, security, data center, ERP and CRM.
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